Harburg
Stadtentwicklung

Acht Ideen für den Eckermannpark

Das Projektteam für den Eckermannpark stellt sich vor (von links): Angelina Gastvogel, Ulrike Tschirner und Sonja Arvidson von der Stadt Winsen (Luhe)

Das Projektteam für den Eckermannpark stellt sich vor (von links): Angelina Gastvogel, Ulrike Tschirner und Sonja Arvidson von der Stadt Winsen (Luhe)

Foto: Stadt Winsen / HA

Winsens Bürgermeister favorisiert Idee eines Naturbades. Jetzt sollen die Kosten für die Projekte ermittelt werden

Winsen.  Für die Zukunft des Eckermannparks liegen jetzt acht verschiedene Konzepte vor. Die Stadtverwaltung will in Kürze prüfen, welche Ideen sich realisieren lassen und die voraussichtlichen Kosten ermitteln. Dabei soll auf externe Fachbüros zurückgegriffen werden. Der zuständige Fachausschuss für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften wird am 8. Mai im Rathaus diskutieren. Bürgermeister André Wiese favorisiert ein Freibad als Naturbad oder einen Baggersee für den Park. „Dies wäre eine neue Hauptnutzung für den Park, die aber weitere Möglichkeiten nicht gleichzeitig ausschließt“, sagt er.

„Die Bürger haben gut vorgearbeitet“, sagt Wiese. „Mit dem gewählten Beteiligungsverfahren von der Ideensammlung über die Konkretisierung einzelner Vorschläge in drei Sitzungen einer interdisziplinären Arbeitsgruppe bis hin zu den handfesten Empfehlungen an die Politik haben wir offensichtlich richtig gelegen.“ Zudem habe die Moderation durch ein unabhängiges Büro und die Arbeit einer Projektbeauftragten der Stadtverwaltung zu dem Ergebnis beigetragen.

Zu den empfohlenen Projekten gehört eine „Tiny-House-Community“. Danach soll auf dem Gelände mobiler Kleinstwohnraum entstehen, wobei zunächst acht bis zwölf Einheiten angedacht sind und eine spätere Erweiterung möglich wäre.

Ein Naturbad mit biologischer Aufbereitung ist eine weitere Idee, die beim Bürgermeister gut ankommt. Das wäre ein öffentliches Freibad als künstlich angelegtes Ökosystem. Eine Alternative dazu und damit ein dritter Vorschlag ist ein öffentliches Freibad als Badesee, der den EU-Richtlinien entspricht. Er könnte als Baggersee angelegt werden und etwas kleiner als das Naturbad ausfallen. „Es gibt in Winsen eine Sehnsucht danach, in der warmen Jahreszeit an einem attraktiven Standort baden zu gehen,“ sagt der Bürgermeister. Deshalb sei es richtig, sich diese Möglichkeit genauer anzuschauen.

Die Entscheidung hänge davon ab, ob ein Bad technisch und rechtlich machbar sei und ob sich die Finanzierung schultern lasse. Geprüft werden müssten zum einen Fragen des Hochwasser- und Naturschutzes sowie der Oberflächenentwässerung. Das Problem die einmaligen Kosten für die Investition aufzubringen, ließe sich wohl lösen. „Mit den laufenden Kosten hat sich unsere Arbeitsgruppe bislang nicht befasst. Das war aber auch nicht ihre Aufgabe“, sagte Wiese.

Zur Vorschlagsliste gehört auch – kombiniert mit anderen Ideen – ein mobiles gastronomisches Angebot im Park zu schaffen. Dies könnte mit Foodtrucks realisiert werden. Eine fünfte Anregung geht dahin, zusätzliche Spiel- und Sportgeräte für alle Altersklassen zu errichten. Ziel dabei wäre, den Eckermannpark zu einem frei zugänglichen Natur- und Erlebnisspielraum zu machen.

Der sechste Vorschlag lautet, die Themen- und Kulturgärten, von denen es noch einige von der Landesgartenschau gibt, wiederzubeleben und zudem auszuweiten. Das soll neue Anreize für einen Besuch des Parks schaffen. Eine Disc-Golf-Anlage ist eine weitere Idee. Dabei geht es darum, Frisbeescheiben auf verschiedenen Bahnen mit möglichst wenigen Würfen an ein Ziel zu bringen.

Der achte Vorschlag geht dahin, Wohnmobilstellplätze im Eckermannpark zu errichten. Auf einem Teil des Parkgeländes würden damit Park- und Verkehrsflächen geschaffen.

Bürgermeister Wiese ist jedenfalls „mit dem Herz für ein Bad. Meine Kopf-Entscheidung hängt davon ab, wie sich die beschriebenen Fragen lösen lassen.“ Am kommenden Dienstag sollen nun zunächst einmal Winsens Politiker Stellung nehmen.