Harburg
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Hightech-Papierkörbe schon wieder abgebaut

Mülleimer mit Presse in der Lüneburger Straße

Mülleimer mit Presse in der Lüneburger Straße

Foto: Angelika Hillmer / HA

Stadtreinigung: Einfüllklappen blockierten und Füllstandsanzeigen stimmten nicht.

Harburg.  Nicht einmal vier Monate lang versahen sie ihren Sammlerdienst, nun sind die Hightech-Müllbehälter auf der Lüneburger Straße wieder abgeräumt. „Uns wurden wiederholt Defekte, etwa blockierte Einfüllklappen, gemeldet. Auch stimmten die uns per Funk übermittelten Füllstandsanzeigen nicht immer“, sagt Andree Möller von der Stadtreinigung Hamburg. „Wir haben die neun Harburger Behälter deshalb wieder abgebaut und durch herkömmliche Papierkörbe ersetzt.“

Bei den deinstallierten, 1,30 Meter hohen, knallroten Gefäßen der Marke EconTop ist Hightech im Einsatz: Der Müll wird in eine Klappe gelegt, die sich nach innen entleert. Sie ist mit einem Griff zu öffnen, alternativ auch mit einem silberfarbenen Pedal. In Abständen verdichtet eine solarbetriebene Presse den Unrat bis zu siebenfach. Dadurch fasst der 120-Liter-Standardbehälter bis zu 840 Liter herkömmliches Abfallvolumen.

Die rund 5000 Euro teuren Müllschlucker stehen nun im Lager der Stadtreinigung. „Wir überprüfen sie und entscheiden dann, ob wir sie vom Hersteller nachbessern lassen oder einen anderen Typ von Papierkörben der neuen Generation in Harburg einsetzen“, sagt Möller. Die Harburger nehmen die Auswechslungs-Aktion gelassen.

„Erst haben sie die alten Papierkörbe weggenommen. Dann wurden neue aufgestellt und kurz darauf durch Hightech-Tonnen ersetzt, mit denen auch keiner klar kam“, sagt Manfred von Alven, der sich täglich mit Freunden in der Lüneburger Straße zum Kaffee trifft. „Und jetzt kommen frisch lackiert die alten Körbe. Geht doch!“