Harburg
Klecken/Hollenstedt

Zwei Konzerte mit dem Hittfelder Dutzend

Das Hittfelder Dutzend gibt im Frühjahr ein geistliches Konzert, im Herbst folgt dann eines mit weltlicher Musik

Das Hittfelder Dutzend gibt im Frühjahr ein geistliches Konzert, im Herbst folgt dann eines mit weltlicher Musik

Foto: Hittfelder Dutzend / HA

Unter dem Titel Was mein Gott will, das gscheh allzeit tritt das Ensemble in Klecken und Hollenstedt auf.

Klecken/Hollenstedt.  Der Kammerchor „Hittfelder Dutzend“ bereitet in jedem Jahr traditionell zwei Konzertprogramme vor: ein kleineres geistliches im Frühjahr, und über den Rest des Jahres ein vorwiegend weltliches, das auch immer wieder Chorbearbeitungen von Popsongs beinhaltet und zum Ende des Herbstes aufgeführt wird. Das diesjährige Frühjahrsprogramm ist von den musikalischen Jubiläen des Jahres 2018 inspiriert: vor 150 Jahren sind zwei Musiker gestorben, die jeweils auf ihre Weise das Musikleben des 19. Jahrhunderts entscheidend geprägt haben.

Moritz Hauptmann ist Begründer der dur-moll-tonalen Harmonielehre, die bis heute zum aussagekräftigsten Werkzeug der harmonischen Analyse tonaler Musik fortentwickelt wurde. Dadurch hat Hauptmann nicht nur die Art und Weise nachhaltig beeinflusst, wie vorhandene Musik von Musikern gehört und verstanden wird, sondern auch, wie die Komponisten seiner Zeit beim Schreiben ihrer Musik harmonische Folgen konzipieren.

Gioachino Rossini war der wohl produktivste und erfolgreichste Opernkomponist des italienischen Belcanto-Stiles; ihm verdanken wir Opern wie „Der Barbier von Sevilla“ oder „Die Italienerin in Algier“.

Beide haben auch geistliche Chorwerke geschrieben, von denen einige den Eingang in die Konzertfolge gefunden haben.

Die weiteren Stücke, die das A-cappella-Programm ergänzen, schlagen einen weiten Epochenbogen vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Inhaltlich kreisen sie um das Thema „Gottvertrauen“ und versammeln sich unter dem Konzerttitel „Was mein Gott will, das gscheh allzeit“.

Das Vokalensemble hat seine Wurzeln im Schulchor des Gymnasiums Hittfeld, da einige Abiturienten das Singen auch nach der Schule nicht aufgeben wollten. Als Hittfelder Dutzend“ unter der Leitung von Axel Schaffran besteht der Kammerchor seit 1991. 2013 wurde er mit dem Blauen Löwen, dem Kulturpreis des Landkreises Harburg ausgezeichnet.

Was mein Gott will, das gscheh allzeit – Geistliches Chorkonzert im Frühjahr Sonnabend, 5. Mai, 18 Uhr, Thomaskirche Klecken, An der Thomaskirche 3 Sonntag, 13. Mai, 18 Uhr, St.-Andreas-Kirche Hollenstedt, Am Markt 5Der Eintritt ist jeweils frei