Winsen

Bund ist gegen Radweg auf der alten Buchholzer Bahntrasse

Winsen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) im Landkreis Harburg lehnt eine Fahrradtrasse auf der alten Buchholzer Bahn nach Lüneburg kategorisch ab. Die alte Buchholzer Bahn muss nach Ansicht der Naturschutzorganisation Kernelement eines Biotopverbundes im Landkreis Harburg bleiben und so die Lebensräume an Seeve und Luhe miteinander verbinden. Die Instandsetzung und der Neubau von Radwegen für Schüler muss Vorrang vor dieser Strecke besitzen. Die geplante Machbarkeitsstudie für das Projekt sieht der Bund als Steuergeldverschwendung an.

Die Biotopverbindung sei für überlebensfähige Populationen insbesondere bedrohter Tierarten von grundlegender Bedeutung. Die Zerschneidung unserer Umwelt durch Siedlungs- und Gewerberäume sowie die moderne Landwirtschaft, die immer größere, zusammenhängende Räume beansprucht, führe zu einer Inselbildung der Lebensräume, die das Artensterben zunehmend beschleunigten, so der Bund.

Sollte entgegen der Bedenken des Bund ein Radweg auf der alten Buchholzer Bahn eingerichtet werden, dann müssten alternative Flächen bei Landwirten und Forstbetrieben für die Verbindung zwischen Seeve und Luhe gefunden werden, fordert der Umweltverband. Der Bund sieht keine Chance für eine gemeinsame Fahrradtrasse und einen Biotopverbund. Darüber hinaus macht die Organisation zum Thema Radwegebau im Landkreis andere Prioritäten aus. Es gelte, die vorhandenen Radwege instand zu halten und neue Radwege für Schüler zu bauen.

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