Harburg

Umsonstladen feiert zehnjähriges Bestehen

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Second-Hand in Harburg: Umsonstladen an der Haakestraße 22 in Harburg

Second-Hand in Harburg: Umsonstladen an der Haakestraße 22 in Harburg

Foto: Lena Thiele / HA

Erfolgreiches Konzept läuft in Harburg inzwischen seit zehn Jahren. Das soll nun gefeiert werden.

Harburg.  Der Harburger Umsonstladen feiert an diesem Wochenende sein zehnjähriges Bestehen. Anfang 2008 war die Initiative für den Laden von zehn Mitgliedern des Vereins „contraZt. eV“ ins Leben gerufen worden. Durch bargeldloses Teilen und Mehrfachnutzen von alltäglichen Gebrauchsgütern sollte, so die Idee, Müll vermieden und die Umwelt geschützt werden. Anstelle von „ungebremsten Konsum“, sollte Nachhaltigkeit treten und ein soziales Miteinander gefördert werden.

Im Umsonstladen können Menschen Dinge mitnehmen, die sie sich ansonsten vielleicht nicht leisten könnten. Genauso können Gegenstände abgegeben werden, für welche die Besitzer keine Verwendung mehr haben. Das Geben und Nehmen funktioniert dabei ohne Prüfung oder Kontrolle einer Berechtigung. Der Umsonstladen möchte die Menschen nicht in bedürftig und nicht bedürftig einteilen. Jeder ist willkommen, beim gegenseitigen Teilen mitzumachen.

Die Idee war erfolgreich und funktioniert bis heute. Dem im April 2008 erstmals durchgeführten Umsonstmarkt in der St. Paulus- Gemeinde in Heimfeld folgten weitere. Ein Jahr später, wurde der erste Umsonstladen im Wallgraben in Harburg eröffnet.

Dieser Standort existierte, bis der Mietvertrag auslief. In den Jahren 2011 und 2012 eröffneten mit der Noblee- und der Haakestraße gleich zwei Läden in Heimfeld. Seit der letzten Eröffnung, teilt sich das Angebot in die beiden Kategorien “Kleider und mehr“ und „Bücher und mehr“ auf.

In der Nobleestraße findet sich heute unter dem Namen „MehrWertKultur“ ein umfangreiches Angebot an Büchern, CD’s und vielen weiteren Medien. Mittlerweile kümmern sich über 30 ehrenamtliche Helfer um die Sachspenden.

Um allen Nutzern ein faires Angebot bieten zu können, gibt es einige Regeln im Umsonstladen. Abgegebene Dinge müssen funktionieren, sauber und vollständig sein. Textilien können nur gewaschen oder gereinigt abgegeben werden.

Jeder Nutzer darf außerdem nicht mehr als drei Gegenstände mitnehmen. Diese müssen unbedingt für den persönlichen Gebrauch und keinesfalls für den Weiterverkauf bestimmt sein.

Der Verein „contraZt e.V.“, unter dessen Leitung der Umsonstladen bis heute steht, sucht weiterhin größere Räumlichkeiten. Das Konzept wird in Harburg sehr gut angenommen und eine Vergrößerung scheint nötig. Angebote können an Mail: vorstand@contrazt.de gesendet werden.

Die Feier zum Jubiläum startet am Sonnabend, 14. April um 15 Uhr in der Fischhalle Harburg, Kanalplatz 16, mit einem umfangreichen Bühnenprogramm.

( hspnv )

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