Harburg
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Die Fibel von Elstorf – ein herausragender Fund

Fibel von Elstorf (um 800 n. Chr.), Copyright: Archäologisches Museum Hamburg

Fibel von Elstorf (um 800 n. Chr.), Copyright: Archäologisches Museum Hamburg

Foto: Archäologisches Museum Hamburg / HA

In der Reihe Schaufenster der Geschichte berichtet das Archäologische Museum über aktuelle Ausgrabungen.

Harburg.  Das Archäologische Museum Hamburg präsentiert am Donnerstag, 29. März, einen neuen Vortrag in der Reihe „Schaufenster der Geschichte“. Diesmal wird Dr. Jochen Brandt, Leiter der Bodendenkmalpflege für den Landkreis Harburg am Archäologischen Museum Hamburg, über ein spannendes Grabungsprojekt im Süden von Hamburg berichten.

Mehr als zehn Jahre lang hat das Archäologische Museum Hamburg Ausgrabungen auf einem frühmittelalterlichen Gräberfeld bei Elstorf im Landkreis Harburg gemacht. Im Jahr 2009 kam dabei in einem Grab ein wahres Kleinod zutage: eine reich verzierte Fibel aus Bronze. Der Fund wurde auf der Grabung eingegipst und ins Museum gebracht.

Der Gipsblock konnte nun endlich im Rahmen eines Forschungsprojektes des Römisch-Germanischen Zentral-museums in Mainz geöffnet und die Funde restauriert werden. Herausgekommen ist dabei ein wahrer Schatz, eine fast 7,5 Zentimeter lange Fibel aus Bronze, die auf der Oberseite feuervergoldet und mit reichen Einlagen aus farbigem Glas versehen ist. Die Fibel ist nach jetzigem Stand ein Unikat.

Dieser ungewöhnliche Fund, ebenso wie ein weiterer herausragender Fund, eine Schnalle aus Opal, die bei Rahmstorf (Samtgemeinde Hollenstedt) auf einem Urnenfriedhof der Völkerwanderungszeit gefunden wurde, haben Brandt und sein Team besonders in ihren Bann gezogen. Schnallen aus Mineralien sind in Norddeutschland völlig fremd.

Vermutlich stammt das Stück aus dem byzantinischen Reich. An der Niederelbe ist es jedenfalls, genau wie die Elstorfer Fibel ein Unikat. Im Rahmen des Vortrags stellt der Referent den aktuellen Forschungsstand vor.

Schaufenster der Geschichte, Donnerstag, 29. März, 18 Uhr, Archaeologicum des Archäologischen Museums Hamburg, Harburger Rathausstraße 5, Harburg, Eintritt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro Nächster Vortrag der Reihe: Donnerstag, 26. April: „Out of Africa – Zwei Millionen Jahre Migration“ mit Prof. Dr. Jürgen Richter vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Köln – im Rahmen der aktuellen Ausstellung des Archäologischen Museums Hamburg „Zwei Millionen Jahre Migration“. Weitere Vortragstermine unter www.amh.de.