Harburg
Buchholz

Lohbergenstraße wird nach Ostern ausgebaut

Foto: Corinna Panek / HA

Stadtverwaltung hat 1,45 Millionen Euro veranschlagt. Auf der gesamten Länge ist Tempo 30 vorgesehen.

Buchholz.  Mitte vergangenen Jahres wurde der vollständige Ausbau der Lohbergenstraße im Rat und seinen Ausschüssen noch heftig debattiert, nach Ostern wird er nun beginnen. 1,45 Millionen Euro sind für die größte Straßenbaumaßnahme der Nordheidestadt veranschlagt. Den Zuschlag hat die Firma Rosenbrock aus Wistedt erhalten.

„Begonnen wird voraussichtlich an der Einmündung in den Seppenser Mühlenweg. In jedem Fall erfolgt der Ausbau in Pflasterbauweise mit einem einseitigen Gehweg“, sagte Jürgen Steinhage, Fachbereichsleiter Betriebe, dem Abendblatt.

Künftig Tempo 30

Da auf der neuen Lohbergenstraße künftig Tempo 30 gelten soll, sind umfangreiche verkehrsberuhigende Maßnahmen vorgesehen. So wird die Fahrbahn nur in einer Breite von fünf Metern mit grauen Betonsteinen gepflastert, die im westlichen Abschnitt zwischen Mühlenweg und Fuhrenkamp sieben Verschwenkungen erhält, punktuell verengt auf 3,50 Meter. Im Bereich der Straßeneinmündungen Fuhrenkamp, Wiesenstraße und Seppenser Mühlenweg erfolgt jeweils eine Teilaufpflasterung mit roten Betonsteinen.

Für die Schulwegsicherung ist eine weitere Aufpflasterung als Querungshilfe in roten Betonsteinen auf Höhe der Hausnummer 40 b vorgesehen. Der Gehweg soll durchgängig eine Breite von zwei Metern haben. Der gegenüberliegende Seitenraum wird mit Schotterrasen befestigt.

Rote Betonsteine

Im östlichen Abschnitt zwischen Fuhrenkamp und Heidekamp soll es fünf Verschwenkungen geben. Zusätzliche Aufpflasterungen mit roten Betonsteinen sind hier im Bereich der Einmündung in den Heidekamp und der Zufahrt zum Kindergarten geplant.

In Richtung Heidekamp linksseitig wird es zwischen dem zwei Meter breiten Gehweg und der Fahrbahn noch einen 1,50 bis 2 Meter breiten Grünstreifen geben. Der rechtsseitige Seitenraum erhält ebenfalls Schotterrasen. Außerdem sind 14 Pkw-Stellplätze vorgesehen. Das anfallende Oberflächenwasser wird über den vorhandenen Regenwasserkanal abgeleitet.

Zur Finanzierung der gesamten Ausbaumaßnahme rechnet die Stadtverwaltung mit Erschließungsbeiträgen in Höhe von etwa 320.000 Euro sowie Ausbaubeiträgen von rund 420.000 Euro. Die Stadt trägt davon einen Anteil von insgesamt 321.000 Euro.

„Die betroffenen Grundstückseigentümer sind inzwischen über den in Kürze beginnenden Ausbau der Lohbergenstraße, wie die beitragsrechtlichen Auswirkungen schriftlich informiert worden“, so Steinhage.

Im Zusammenhang mit den anteiligen Ausbaukosten hatten beim TSV Buchholz 08 im Vorjahr alle Alarmglocken geläutet. Weil der Verein im Bereich der Einmündung in den Seppenser Mühlenweg seine Tennisplätze und damit erhebliche Grundstücksanteile hat. „Sollten die bislang kolportierten 180.000 Euro stimmen, bekäme der Verein erhebliche finanzielle Probleme“, gab der Erste Vorsitzende Lothar Hillmann seinerzeit zu Protokoll.

Nach Aussage von Finanzvorstand Wilhelm Pape hat sich die Aufregung inzwischen aber gelegt: „Weil sich der Ausbau vorerst vorrangig auf der Nordseite abspielt, haben wir bislang noch keinen Beitragsbescheid bekommen.“ Er gehe davon aus, dass Buchholz 08 vorerst nicht herangezogen werde.