Harburg
Verkehr

Ein Elektro-Sammeltaxi für Harburg?

MOIA - das neue Unternehmen für Mobilitätsdienste im Volkswagen Konzern

MOIA - das neue Unternehmen für Mobilitätsdienste im Volkswagen Konzern

Foto: VW MOIA

VW testet Service mit Minibussen bereits in Hannover. Im Herbst ist Hamburg dran. Laut SPD soll das Konzept „Moia“ auch in Harburg an den Start gehen

Harburg.  In Hannover wird der Service bereits getestet, Hamburg soll Ende des Jahres folgen: Der Volkswagen-Konzern bringt mit dem Konzept „Moia“ nicht nur seinen ersten elektrischen Serien-Kleinbus auf den Markt, sondern probiert sich damit auch als Verkehrsanbieter: Moia soll, so Volkswagen, ein interaktives, intelligentes Sammeltaxisystem sein. Die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg fordert, dass der Hamburger Betrieb schon frühzeitig auch im Bezirk Harburg stattfindet. Ein Vertreter von Moia soll in den Verkehrsausschuss eingeladen werden um die Möglichkeiten zu erörtern.

Moia behauptet, weltweit würden in Großstädten bis zu eine Million PKW mit diesem Konzept überflüssig. Zunächst sind nur für Hamburg 200 Fahrzeuge geplant. Sie sollen nach dem Pooling-Prinzip zum Einsatz kommen. Das soll Leerfahrten wie beim herkömmlichen Carsharing vermeiden. „Die Fahrgäste müssen ihren Fahrtwunsch mit einer App anmelden“, weiß der SPD-Abgeordnete Peter Bartels, „Die Fahrpreise sollen sich dabei zwischen dem HVV- und dem Taxi-Tarif bewegen.“

Auf dem Weg zum Ziel ermittelt das System, ob noch weitere Fahrgäste entlang der Route mitgenommen werden können. Bei aller Berechnung: Zumindest in der ersten Zeit lenkt ein echter Fahrer den Sechssitzer. Perspektivisch plant Moia das vollautonome Fahren.

„Die zum Teil langen Wege zu einer HVV-Haltestelle erschweren die Nahverkehrs-Nutzung zum Beispiel für mobilitätseingeschränkte Menschen“, sagt Bartels. „Dieses System kann die Lücke schließen und Quartiere ohne direkten Anschluss anbinden sowie in Randzeiten bessere Versorgung schaffen.“

 Als Beispiel nennt die SPD die Anbindung von Seniorenwohnanlagen, entlegener Quartiere wie Kanzlershof, oder dem westlichen Marmstorf und die Verbesserung der Wochenendanbindung von Bostelbek, Moorburg, Neuenfelde, Francop und Cranz.