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Vermittlung von Flüchtlingen ins Handwerk gelingt

Lüneburg. Das Projekt „Willkommenslotsen“, mit dem Flüchtlinge in Handwerksbetriebe vermittelt werden sollen, ist nach Worten der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade ein Erfolg. Im Jahr 2017 wurden demnach rund 200 Betriebe beraten. 36 Flüchtlinge haben einen Praktikumsplatz, 26 haben Einstiegsqualifizierungen begonnen und 48 Ausbildungsplätze wurden besetzt. Projektleiter Michael Binder betont, dass die Zusammenarbeit mit den Betrieben in der Regel sehr gut funktioniere. Das Projekt „Willkommenslotsen“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Es hat zum Ziel, einen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Handwerk durch die Beschäftigung von Geflüchteten zu leisten. Außerdem soll es bei der nachhaltigen Integration von Geflüchteten in das Berufsleben mitwirken und dadurch Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben eröffnen. Insgesamt machen im Bezirk der Handwerkskammer derzeit 369 Flüchtlinge eine Ausbildung in einem Handwerksberuf. Knapp 40 Prozent (144) der Flüchtlinge stammen aus Afghanistan, 35 Prozent aus Syrien und elf Prozent aus dem Irak. Ähnlich wie die deutschen Jugendlichen entscheiden sie sich meistens für eine Ausbildung zum Kraftfahrzeug-Mechatroniker oder zum Friseur.