Harburg
Lesungen

Literatur und Musik zur Passionszeit in Lüneburg

Der Schriftsteller Daniel Schreiber

Der Schriftsteller Daniel Schreiber

Foto: Olaf Blecker / HA

Fünf Autoren stellen an vier Sonnabenden in der St.-Johannis-Kirche ihre Werke zum Thema Sinnsuche und Sinnfindung vor.

Lüneburg.  Literatur und Musik können dem Unsagbaren Ausdruck verleihen. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Johannis und das Literaturbüro Lüneburg laden zu einer Reihe in der Passionszeit. An vier Abenden lesen Autoren aus ihren Werken, in denen es um Sinnsuche und Sinnfindung, existenzielle Fragen nach Identität und Orientierung geht. Musiker kommentieren oder kontrastieren die Texte.

Sonnabend, 3. März: Daniel Schreiber: „Zuhause“, mit Kerstin Linder-Dewan, Violine, Joachim Vogelsänger, Orgel und Cembalo

Was ist unser Zuhause in einer Zeit, in der sich immer weniger Menschen sinnstiftend dem Ort verbunden fühlen, an dem sie geboren wurden? In seinem Essay beschreibt Daniel Schreiber den Umschwung eines Gefühls: Zuhause ist nichts Gegebenes mehr, sondern ein Ort, nach dem wir uns sehnen.

Sonnabend, 10. März: Verena Lueken: „Anderswo“, mit Alexandre Bytchkov, Akkordeon

Lässt sich die Beziehung zu einem Menschen erneuern – auch nach dessen Tod? In Verena Luekens Roman „Anderswo“ begibt sich eine Frau auf Spurensuche nach ihrem verstorbenen Vater. Nicht die Erinnerungen an frühe Verletzungen sind schmerzhaft, sondern der Mangel an Geteiltem: „Ihr Vater und sie, sie hatten einander verpasst.“

Sonnabend, 17. März: Uwe Kolbe: „Psalmen“ und Hendrik Rost: „Das Liebesleben der Stimmen“, mit Uwe Friedrich, Klarinette, Eva Pankoke, Klavier

In dem Gedichtband „Psalmen“ von Uwe Kolbe geht es um das Leben in seiner ganzen Fülle: um die Liebe und die Schönheit der Natur, um den Zauber der Kunst, aber auch um Leere, Einsamkeit und Tod. Hendrik Rost nimmt in „Das Liebesleben der Stimmen“ die Welt in den Blick und vergewissert sich seiner eigenen Rolle darin. Er beschwört die große Geschichte und die kleinsten Dinge des Alltags, und zeigt, wie beides ineinander verwoben ist.

Sonnabend, 24. März: Katharina Hagena: „Das Geräusch des Lichts“, mit Julia Henning, Sopran, Joachim Vogelsänger, Klavier.

Fünf Suchende unterwegs in der Weite Kanadas – Katharina Hagenas neuer Roman entführt die Leser zu den Polarlichtern der Northwest Territories und in die Ölstädte Albertas. Er erzählt von Menschen, die etwas verloren haben – die Liebe, eine Freundin, die Mutter oder sich selbst.

Jeweils 18 Uhr, Elisabeth-Kapelle der St. Johannis-Kirche. Eintritt 9 Euro, Vorverkauf: LZ-Veranstaltungskasse und www.reservix.de