Holtorfsloh

Holtorfsloher fordern Radwegausbau

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Der Seevetaler Wegeausschuss handelt nicht und wartet auf Kreisverwaltung

Holtorfsloh. Das aktuelle Seevetaler Radwegenetz hat Lücken, zum Beispiel an der Kreisstraße K 22 in Holtorfsloh. Während Anwohner und Ortsratsmitglieder einen Ausbau des Radweges fordern, hält der Seevetaler Wegeausschuss still und wartet auf das Handeln des Landkreises, der eine Teilstrecke bereits als Lücke im Radwegekonzept aufgenommen hat.

„An einige Stellen ist der Radwegeausbau schon gut voran gekommen. Würden wir die Lücke in Holtorfsloh schließen, dann könnten wir mit dem Rad von Stelle direkt nach Hanstedt fahren“, sagt Dr. Lars Teschke (Bündnis 90/Die Grünen). Ausgebaut werden müsse die eineinhalb Kilometer lange Strecke zwischen der Einmündung zur K9 und dem Ortsschild Holtorfsloh und der drei Kilometer lange Abschnitt südlich des Ortes bis Brackel, meint seine Partei.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres schoben die Grünen gemeinsam mit den Freien Wählern den Radwegausbau im Ramelsloher Ortsrat an, der darauf beschloss, den Seevetaler Wegeausschuss zum Handeln zu fordern.

Gehandelt wurde nicht. Die politischen Vertreter und Verwaltungsmitarbeiter plädierten am Dienstagabend im Seevetaler Wege- und Verkehrsausschuss auf eine Strategie des Wartens. Grund sind erwartete Kosten. „Wenn wir den Ausbau des Radweges schnell fordern, könnte es sein, dass der Landkreis uns in seine Kostenrechnung einbezieht“, sagt Uwe Pesel, Leiter der Seevetaler Tiefbauabteilung.

Eine von Angelika Gärtner (Freie Wähler) vorgeschlagene Alternative, statt einer Anfrage nur eine Empfehlung an den Kreis zu geben, stoß nicht auf Unterstützung. „Es ist fraglich, ob das taktisch einen Unterschied machen wird“, gab Parteikollege Willy Klingenberg zu bedenken, der als Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Kreistag sitzt. „Wir sollten das auf Kreisebene weiter besprechen“, schloss er die Besprechung.

„Es ist erschreckend, dass für Gewerbeflächen viel Geld ausgegeben wird und die Entwicklung dort so schnell geht. Aber wenn es um die Bürger geht nicht“, sagt Teschke, der von der Wartestrategie des Wegeausschusses enttäuscht ist. Die Kreisstraße 22 sei zwischen der Einmündung zur K9 und Brackel zu eng, große landwirtschaftliche Fahrzeuge des benachbarten Gemüsebauern fuhren vermehrt und einige seiner Mitbürger hätten bereits Angst als Radfahrer von der Straße in den Graben gedrängt zu werden. „Wir appellieren dennoch an den Kreistag, den Ausbau voranzutreiben“, so Teschke.

In Winsen ist die Radwegelücke bekannt. „Das Ganze muss politisch beschlossen werden“, sagt Kreissprecher Bernhard Frosdorfer. Mit einem Radwegeausbau könnte gleich die Kreisstraße außerorts saniert werden, wünscht sich die Verwaltung. Die Ortsdurchfahrt Holtorfsloh wurde bereits vor zwei Jahren erneuert, ist aber auch nicht Teil der von den Holtorfsloher Politikern geforderten Sanierungsstrecke. Im Verlaufe dieses Jahres rechnet Frosdorfer mit weiteren Diskussionen zunächst im Kreisbauausschuss, später im Kreistag.

Unterdes in Holtorfsloh: Ortsbürgermeister Dr. Norbert Wilezich findet die Entwicklung nicht gut und will das Thema Radweg auf der nächsten Ortsratssitzung weiter besprechen.

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