Marmstorf

Kein Tempolimit auf Marmstorfer Weg

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Polizei hält Begrenzung für unnötig. Auch anderswo kommen kaum neue 30er-Zonen

Marmstorf. Auf dem Marmstorfer Weg und dem Ernst-Bergeest-Weg wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auch weiterhin 50 km/h betragen. Das geht aus der Stellungnahme der Verwaltung zu einem Antrag der Grünen hervor. Gleichzeitig schreibt das Bezirksamt in de Antwort auf eine Anfrage der CDU, dass die Verkehrsbehörden Tempo-30-Zonen in der gesamten Stadt weiterhin eher sparsam anordnen wollen.

Die Grünen hatten beantragt, zu prüfen, ob auf den beiden Marmstorfer Hauptverkehrsadern Tempo 30 angeordnet werden könne – ganz oder zumindest auf Teilstrecken. Diese Forderung war Teil eines umfassenden Antrages mit dem Ziel, die Situation der Fahrradfahrer in Marmstorf zu verbessern. Die Radwege seien in keinem normgerechten Zustand. Eigentlich wollten die Grünen mit dem Antrag bessere Radwege oder aber Fahrradstreifen an den beiden Straßen erreichen. Falls das nicht ginge, sollte es eben Tempo 30 sein, um die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Radfahrern und Autoverkehr zu verringern und damit die Unfallgefahr zu senken.

Eine hohe Unfallgefahr in diesen Straßen kann die Polizei allerdings nicht erkennen. In den vergangenen zwei Jahren gab es dort lediglich zwei leichte Unfälle mit Fahrradbeteiligung, einer aufgrund von Unachtsamkeit und einer aufgrund einer Regelverletzung jeweils des Radfahrers. Angesichts dieser Zahlen und der Tatsache, dass beide Straßen wichtige Verbindungswege sind, lehnt die Polizei als untere Straßenverkehrsbehörde Tempo 30 hier ab. Die Verkehrsbehörde sieht die Möglichkeit für einen Radfahrstreifen lediglich am Marmstorfer Weg stadtauswärts bis Eißendorfer Grenzweg. Allerdings wird geplant, die Kreuzung Marms­torfer Weg/ Ernst Bergeest-Weg zu modernisieren, dann auch fahrradgerecht.

Die CDU hatte gefragt, wann die Novelle der Straßenverkehrsordnung, die das Anordnen von Tempo 30 erleichtert, in Harburg umgesetzt wird. Die Stadt wolle an der Praxis festhalten, Tempo 30 auf Hauptstraßen nur an Gefahrenstellen anzuordnen und sonst den Verkehr fließen zu lassen, heißt es in der Antwort.

( xl )

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