Harburg
Harburg

„Deep Down“-Festival im Stellwerk

Guacáyo-Sängerin Sophie klingt „fast wie Amy Winehouse“

Guacáyo-Sängerin Sophie klingt „fast wie Amy Winehouse“

Foto: Clara Gunzelmann / HA

Fünf Bands, viel Spaßund am nächsten Tag ordentlich Muskelkater im Tanzbein.

Harburg.  „Es ist schon klar, dass wir da die Lokalmatadoren sind“, sagt Lars Hansen, Sänger der Doppelkorn Bluesband über das „Deep-Down“-Minifestival am Sonnabend im Stellwerk, „aber wir sind nur einer von fünf Gründen, dahinzugehen. Die anderen vier werden mich dazu bewegen, auch vor und nach unserem Auftritt vom ersten bis zum letzten Ton zu feiern – und zwar die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bands!“

Der Heimfelder ContraZt. e.V veranstaltet das Festival unter dem Motto „All you can dance“ mit Blues, Funk und Reggae. ContraZt hat schon Open Airs in Bostelbek und Ska-Festivals in der Harburger Uni veranstaltet sowie bei der Music Night das Programm im Heimfelder Treffpunkthaus zusammengestellt. Außerdem steht der Verein hinter den zwei Heimfelder Umsonstläden. Ein wichtiger Aspekt der ContraZt-Veranstaltungen ist, dass sie niemandem im Geldbeutel schmerzen. Der Eintritt ist eine Spende in selbst gewählter Höhe.

„Obwohl: Wenn man ehrlich und Vollverdiener ist, müsste man an dem Abend schon mal 40 Euro für die richtig guten Bands hinlegen und für uns noch einen Fünfer dazu“, sagt Hansen. „Das wird Spaß auf hohem Niveau von hinten bis vorne! Ich habe mir die anderen Bands im Netz angesehen und freue mich richtig auf die Kollegen. Guacáyo aus Bergedorf zum Beispiel, machen einen sehr britisch klingenden, souligen Reggae. Die Sängerin klingt wie Amy Winehouse. Makia kommen aus Friedberg, aber das Hessische hört man ihrem Spanisch nicht an.

Die mischen Latin Rock mit Reggae, dass die Beine wackeln, Curving Lines machen knallharten Funkrock und im Namen der Backyard Blues Birds ist die Anspielung auf die Yardbirds ja ungefähr so gut versteckt wie eine Wunderkerze in der Dunkelkammer. Die versetzen einen in die späten Sechziger und frühen Siebziger mit psychedelischem Bluesrock!“

Die Delta Doppelkorn Bluesband macht seit 30 Jahren kräftigen Bluesrock im Stil der 70r-Jahre. Von Aaron „T-Bone“ Walker bis ZZ Top ist nichts im Blues davor sicher, von der Harburger Truppe so schmutzig wie möglich interpretiert zu werden.


„Deep Down“ Minifestival
im Stellwerk, Harburger Bahnhof, Sonnabend, 10. Februar, 20 Uhr, Eintritt: Spende