Harburg
Landkreis Harburg

Knapp 120.000 Wohnungen im Landkreis gezählt

Statistik weist ein Plus von 1,3 Prozent aus. Etwas mehr als die Hälfte entfällt auf Eigenheime

Landkreis Harburg. Ein Markt in Schieflage: Hunderttausende Wohnungen fehlen, gleichzeitig stehen zahllose leer, viele Alleinstehende bewohnen eine zu große und Familien viel zu kleine Wohnungen. Im Kreis Harburg gab es zum Jahreswechsel 2016/2017 laut Fortschreibung der amtlichen Bundesstatistik insgesamt 119.535 Wohneinheiten jeder Art und Größe. Das ist ein Wohnungsplus gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent.

In ganz Niedersachsen kletterte der gesamte Wohnungsbestand in Wohn- und Nichtwohngebäuden gegenüber dem Vorjahr um rund 29.230 Wohnungen (plus 0,7 Prozent) und sorgte für einen neuen Spitzenwert von 3,94 Millionen Wohnungen. Auf den Kreis Harburg entfielen davon 119.535, angefangen von der Ein-Zimmer-Bude bis hin zur großen Villa. Deutschlandweit wächst die Wohnungszahl kontinuierlich, der Leerstand allerdings auch. Rund zwei Millionen leerstehende Wohnungen sind es deutschlandweit, schätzt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, betroffen sind vor allem ländliche Regionen. Der Neubau kommt nicht hinterher.

Gut geschnitten, hell, in toller Lage, mit Balkon oder Garten - so wünschen sie viele ihre Traumwohnung. Welche der 119.535 vorhandenen Wohnungen im Kreis Harburg diesem Ideal nahekommen, wird statistisch natürlich nicht erfasst. Der größte Traum vieler ist und bleibt das Eigenheim: 63.736 davon gibt es aktuell im Landkreis Harburg, 5814 Mehrfamilienhäuser wurden gezählt. Hierunter fallen alle Wohngebäude mit drei und mehr Wohnungen. Begehrt sind zudem große Wohnungen mit fünf Räumen (einschließlich Küche) und mehr. Davon gab es im Kreis Harburg zum Jahreswechsel 2016/2017 insgesamt 64.144, ein Anteil von rund 53,7 Prozent.