Harburg
Buxtehude

Pläne für bezahlbaren Wohnraum

Buxtehuder Wohnraumversorgungskonzept sieht Bedarf von 1770 Wohnungen

Buxtehude.  Die Hansestadt Buxtehude will preisgedämpften Wohnungsbau mit einem Paket von unterschiedlichen Maßnahmen fördern. Die Gesamtstrategie werde die Verwaltung den Fraktionen des Stadtrates demnächst vorstellen. Das sagte Baudezernent Michael Nyveld im Ausschuss für Stadtentwicklung des Stadtrates. Einen genauen Zeitpunkt nannte er aber nicht.

Anlass waren zwei Initiativen von kleinen Fraktionen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums, die keine Mehrheit im Ausschuss für Stadtentwicklung gefunden haben. Die Fraktion Die Linke hatte vorgeschlagen, das als Wohnmobilstellplatz und Veranstaltungsfläche genutzte Grundstück am Ende des Genslerwegs zu einem Baugebiet umzuwidmen und Sozialwohnungen zu bauen. Bauherr sollte die Hansestadt Buxtehude selbst oder eine in der Zukunft noch zu gründende stadteigene Wohnungsbaugesellschaft sein.

Die übrigen Fraktionen lehnen Wohnungsbau auf dem vorgeschlagenen Grundstück ab. Andere Bauvorhaben hätten zunächst Priorität, hieß es in einer Stellungnahme. Mehr könne die Verwaltung nicht leisten, sonst müsse zusätzliches Personal eingestellt werden. Weil das der Fraktion Die Linke bekannt sei, warf Astrid Bade (SPD) ihr Populismus vor.

Den Vorschlag der Wählerinitiativen BBG und FWG, neue größere Baugebiete, bei denen ein Flächennutzungs- und Bebauungsplan erforderlich ist, in Zukunft nur noch auf stadteigenen Grundstücken zu verwirklichen, will die Verwaltung später würdigen. Isoliert betrachtet mache er keinen Sinn, in einem gesamtstrategischen Paket gesehen, sagte Michael Nyveld.

Laut dem Wohnraumversorgungskonzept der Hansestadt Buxtehude seien 1770 zusätzliche Wohnungen bis zum Jahr 2025 nötig, um den Bedarf decken zu können. Das entspräche einem Neubauvolumen von etwa 160 Wohnungen pro Jahr.