Harburg
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Bürger im Bezirk Harburg leiden unter Verkehrslärm

Zusätzliche 13 Straßen werden in Kartierung aufgenommen. Leiser wurde es zuletzt nirgends

Harburg. Der Bezirk Harburg ist stärker von Verkehrslärm betroffen als bisher dokumentiert worden ist. Die Behörde für Umwelt hat die Lärmkarten um zusätzliche 13 Straßen erweitert, die als besonders laut gelten. Das geht aus der Antwort der Umweltbehörde auf eine Anfrage der Fraktion Neue Liberale in der Bezirksversammlung Harburg hervor.

Die Neuen Liberalen hatten gefragt, wie laut die einzelnen Stadtteile in Harburg seien und wie sich der Lärm seit der Lärmkartierung aus dem Jahr 2012 bis heute entwickelt habe.

Nicht in einer einzigen Straße im Bezirk Harburg ist seitdem die Lärmbelastung deutlich gesunken. Als „erschreckend“ bezeichnet das die Initiative Verkehrssicherheit Heimfeld. „Seit der Lärmkartierung vor fünf Jahren ist es Politik und Behörden nicht gelungen, den Verkehrslärm auch nur an einer einzigen Straße in Harburg derart zu senken, dass diese aus der Lärmkartierung gestrichen werden konnte“, heißt es dazu auf der Internetseite der Harburger Initiative. Nach ihren Angaben sei etwa jeder fünfte Einwohner Heimfelds von zu lautem Verkehrslärm betroffen. Im gesamten Bezirk Harburg seien tagsüber 24.100 Menschen und nachts noch immer 17.000 Menschen zu viel Lärm ausgesetzt.

Folgende Straßen im Bezirk Harburg hat die Behörde für Umwelt in den Lärmkarten zusätzlich verzeichnet: An der Alten Süderelbe (Umgehung Finkenwerder), Neuenfelder Fährdeich (teilweise), Finkenwerder Ring, Finkenwerder Ringbrücke Ost, Altenwerder Hauptdeich, Anschluss Finkenwerder (BAB 7), Eißendorfer Pferdeweg, Milchgrund, Heimfelder Straße, Lohmannsweg, Denickestraße, Ehestorfer Weg und Hainholzweg.