Harburg
Winsen

Volksbank ist mit dem Geschäftsjahr 2017 zufrieden

Die Regionaldirektoren Frank Soetbeer (Seevetal, von links), Uwe Peters (Winsen), Vorstand Cord Hasselmann und Frank Steffen (Hanstedt/Salzhausen)

Die Regionaldirektoren Frank Soetbeer (Seevetal, von links), Uwe Peters (Winsen), Vorstand Cord Hasselmann und Frank Steffen (Hanstedt/Salzhausen)

Foto: Corinna Panek / HA

Zum ersten Mal liegt die Bilanzsumme über drei Milliarden Euro – 6,5 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres.

Winsen.  Die Volksbank Lüneburger Heide eG hat 2017 ihre positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt. Vorstand Cord Hasselmann äußerte sich beim Jahrespressegespräch in Winsen zufrieden: „Unsere Strategie Wachstum, Attraktivität, Stabilität hat sich bewährt.“

Die Bilanzsumme liegt bei 3,1 Milliarden Euro (6,5 Prozent über dem Ergebnis 2016), das Kreditvolumen stieg von 1,6 auf 1,7 Milliarden Euro, die Summe der Einlagen um sechs Prozent auf über 2,4 Milliarden Euro. Erfreut ist der Vorstand über die Mitgliederzahl: Mehr als 73.000 Menschen besitzen Anteile an der Volksbank Lüneburger Heide eG – ein Plus von 2300 Mitgliedern.

Angesichts der niedrigen Zinsen hätte mancher Großanleger die Volksbank gern als günstigen „Parkplatz“ für sein Kapital genutzt. „Doch hier lassen wir uns, schon im Interesse der Mitglieder, nicht missbrauchen“, so Hasselmann. Negativzinsen hat die Volksbank Lüneburger Heide nicht erhoben.

„Wir sprechen unsere Kunden an und finden eine individuelle Lösung. Dabei spielen Wertpapiere eine immer wichtigere Rolle.“ Dank der niedrigen Zinsen floriert auch das Geschäft mit privaten und gewerblichen Krediten. „Mit plus 7,5 Prozent, das entspricht gut 120 Millionen Euro, haben wir ein beachtliches Kreditwachstum erzielt“, so Hasselmann.

In mehr als 50 Filialen beschäftigt die Volksbank rund 600 Mitarbeiter, davon 43 Auszubildende. Einige Filialen werden verlagert oder umgestaltet. Die Volksbank richtet sich nach der Kundenfrequenz. So wurden 2017 in Sprötze und Ramelsloh neue Räume in Nachbarschaft zu Lebensmittelmärkten bezogen. „Das wird gut angenommen“, so der Regionaldirektor für Seevetal, Frank Soetbeer.

Für 2018 ist ein ähnliches Projekt in Stelle geplant: Die Bank hat das Grundstück der Neuapostolischen Kirche neben Edeka Benecke gekauft und plant einen Neubau mit Bankfiliale. In Salzhausen wird bis Ende 2019 am jetzigen Standort ein neues, barrierefreies Bankgebäude entstehen. Die Filiale Brackel wird künftig als SB-Standort geführt. „Wir schaffen für unsere Kunden Standorte mit hoher Besuchsfrequenz, die mehr als reine Bank sind,“ betont der Vorstand.

„Wir zeigen damit, dass wir wirtschaftlich benachteiligte Regionen nicht vernachlässigen.“ Service und Beratung werden zudem digitaler: Erste Info-Stelen in den Filialen sind aufgestellt, über die der Kunde bald auch mit seinem Berater in Kontakt treten kann. Hinzu kommt ein vielfältiges Spektrum neuer digitaler Services und Apps an.

Über das Spendenportal „Viele schaffen mehr“ konnten erstmals Vereine Spenden für ihre Projekte einwerben, die von der Volksbank Lüneburger Heide eG bezuschusst wurden. 2017 trugen 3500 Spender für 36 Projekte 95.000 Euro zusammen, die die Volksbank auf 150.000 Euro aufstockte.

Dank der guten Konjunktur blickt der Vorstand zuversichtlich aufs neue Geschäftsjahr. Der Vertreterversammlung am 29. Mai wollen Aufsichtsrat und Vorstand eine attraktive Dividende vorschlagen.