Harburg
Harburg

Am Audimax entsteht Harburgs größtes Wandbild

Foto: Zrog&Pancake

Künstlerduo Zrog & Pencake wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 auf 800 Quadratmetern die Fassade des TUHH-Hörsaales gestalten.

Harburg.  Auf dem Campus der Technischen Universität Hamburg wird Harburgs größtes künstlerisches Wandbild entstehen: Das Hamburger Künstlerduo Zrog & Pencake wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 auf 800 Quadratmetern die Fassade des Audimax 1 gestalten. Passen zur technisch-wissenschaftlichen Umgebung wird das riesige Bild eine Geschichte über die Fertigung eines neuen Roboters erzählen.

Bei einer Online-Abstimmung auf der Internetseite des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) ist das Konzept von Zrog & Pencake als Sieger hervorgegangen: 53,26 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf die Roboteridee. Zur Auswahl stand noch ein Entwurf des Künstlers Felipe Pantone – 25,58 Prozent gaben ihr Votum dafür ab.

Die übrigen Stimmen entfielen auf den Vorschlag, die Außenfassade des größten Hörsaals schlicht weiß zu gestalten. Die Abstimmung ist damit ein Bekenntnis zur Urban Art an der Technischen Universität. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 31 Prozent Der Plan zur Umsetzung des Wandbildes wird die Technische Universität im Januar entscheiden, sagte Labiba Ahmed dem Abendblatt. Die Studierende hat zusammen mit Konstantin Lanfermann das Projekt zur Gestaltung der Audimaxfassade organisiert.

Angefangen hatte alles im Herbst 2016 mit einem Antrag im Studierendenparlament. Aus ursprünglich sechs Entwürfen hat eine Koordinierungsgruppe zwei Entwürfe ausgewählt. Das Präsidium der Universität war an der Entscheidung beteiligt.

Die Künstler sehen in Robotern die perfekte Symbiose aus Technik und Menschlichkeit. Eine Treppe und eine Leiter an der Außenwand wollen die Zrog & Pencake in das Bild integrieren. Ihr Entwurf sieht die Figur eines Roboteraffen vor, der sich verspielt mit seinem Schwanz an der Leiter festklammert. Bei den technischen Skizzen und Bauplänen wollen die Künstler einige Studenten mitwirken lassen, um ihr Fachwissen zu nutzen. Das Wandgemälde soll in gedeckten und nicht knalligen Farben entstehen.

Urban Art findet im Stadtteil Harburg seine Leinwand. Die junge Kunstform ist von der städtischen Architektur inspiriert und kombiniert Street Art, Graffiti und andere Formen der zeitgenössischen Bildenden Kunst. Der Verein Urban Art Institute Hamburg will insgesamt zehn Fassaden in der Harburger Innenstadt und im Harburger Binnenhafen für sein Festival „Walls Can Dance“ im nächsten Jahr von deutschen und internationalen Künstlern gestalten lassen.

Zwei Wandgemälde sind bereits entstanden: Den Auftakt zu „Walls Can Dance“ machte im April ein mehr als 200 Quadratmeter großes Wandbild, das die Berliner Künstler Christoph und Florin Schmidt, als Duo Low Bros bekannt, an dem Gebäude der Technischen Universität Hamburg in der Harburger Schloßstraße 20 geschaffen haben.

Der Künstler Sabek aus Madrid hat im August die 120 Quadratmeter große Fassade des Altstadthotels Harburg entlang der Buxtehuder Straße gestaltet. Das 800 Quadratmeter große Roboterwandbild gehört zwar nicht zu „Wall Can Dance“, würde die riesige Freiluftgalarie in Harburg aber zusätzlich bereichern.