Harburg
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Die Freitreppe am Lotsekai ist freigegeben

Foto: Lars Hansen / xl

Zweiter Abschnitt der aufwändigen Sanierung ist abgeschlossen. Die Bauabnahme erfolgte ohne Zeremoniell.

Harburg.  Der schwimmende Nikolausmarkt kann einige hundert Meter länger geplant werden: Gestern wurde der zweite Bauabschnitt der Lotsekai-Promenade vom Bezirksamt abgenommen und ist damit jetzt öffentlich nutzbar. Auf die geplante Einweihungsfeier wurde kurzfristig verzichtet. So kurz nach dem Tod von Bezirksamtleiter Thomas Völsch hält niemand im Bezirksamt eine Feier für angemessen.

„Mit der Freigabe des 2. Bauabschnitts der Lotsekai-Promenade wird der Lotsekai mit den dortigen Traditionsschiffen für die Öffentlichkeit nunmehr auf einer Gesamtlänge von 320 Metern erlebbar“, sagt Bettina Maak, Pressesprecherin des Bezirksamts.

Die Lotsekai-Promenade ist noch Teil der IBA-Projekte im Harburger Binnenhafen. Der erste Abschnitt, zwischen Dampfschiffweg und Lotsestieg wurde auch tatsächlich im IBA-Jahr 2013 eingeweiht. Bei gutem Wetter ist die lichte Fläche mit ihren Sitz-, Liege und -Verweilgelegenheiten aus massivem Holz ein beliebter Pausen-Treffpunkt im Binnenhafen sowie ein Ort zum Feiern. An der Kaikante liegen die Traditionsschiffe des Museumshafen Harburg e.V. .

Beim zweiten Bauabschnitt, hinter dem Lotsestieg, wurde die Kaimauer abgesenkt, damit Binnenhafenbesucher dem Wasser näher kommen und Museumsschiffe mit niedriger Bordkante leichter betreten können. Eine breite Freitreppe führt nach unten. Die Bauarbeiten begannen Mitte 2016 mit der Vorbereitung der Kaimauer-Sanierung.

„Kampfmittelsondierung und Kaimaueruntersuchungen sind immer die Phasen von Binnenhafenprojekten, bei denen die meisten Überraschungen auf einen warten“, sagt Oliver Mack. Der Bauingenieur gehört im Fachamt für das Management des öffentlichen Raums zu der Abteilung, die sich um den Binnenhafen kümmert. „Auch in diesem Abschnitt gab es interessante Herausforderungen.“

Letztendlich ist er mit dem Bau zufrieden. Überall – außer auf den Treppenstufen – wurde das historische Pflaster wieder hergestellt. In dem kurzen Bereich vor der Treppe sind auch die Kranschienen neu verlegt worden, inklusive einer Weiche. Im nächsten Jahr will die Krangruppe der Kulturwerkstatt ihr zweites Hebezeug, den blauen Kran, ein historisches Vorführstück von Peiner, hier ebenfalls vorführen.

Erst einmal ist jedoch der Binnenhafen-Nikolausmarkt angesagt. Am Kai und auf den Museumsschiffen werden sich am Sonnabend und Sonntag jeweils von 12 bis 18 Uhr Kunsthandwerker und Kulturinitiativen präsentieren.