Harburg
Winterdienst

Im Landkreis Harburg sollen die Straßen ab sechs Uhr frei sein

Der Landkreis Harburg ist auf den Winterdienst vorbereitet: Dirk Möller (Leiter Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr - Geschäftsbereich Lüneburg), Uwe Karsten (Leiter Betrieb Kreisstraßen), Torsten Holdmann (Straßenwärter Betriebsgemeinschaft Straßendienst), Kreisrätin Monika Scherf und Jochen Brück (Leiter Betriebsgemeinschaft Straßendienst) am Winterdienststützpunkt der BGS an der Autobahnanschlussstelle Winsen-Ost

Der Landkreis Harburg ist auf den Winterdienst vorbereitet: Dirk Möller (Leiter Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr - Geschäftsbereich Lüneburg), Uwe Karsten (Leiter Betrieb Kreisstraßen), Torsten Holdmann (Straßenwärter Betriebsgemeinschaft Straßendienst), Kreisrätin Monika Scherf und Jochen Brück (Leiter Betriebsgemeinschaft Straßendienst) am Winterdienststützpunkt der BGS an der Autobahnanschlussstelle Winsen-Ost

Foto: LK Harburg / HA

Betriebsgemeinschaft Straßendienst ist für den Winter vorbereitet. Bei Glätte kann innerhalb von 45 bis 60 Minuten reagiert werden

Winsen.  Die ersten Nachtfröste zeigen es deutlich: Es wird Winter. In den kommenden Monaten müssen sich Autofahrer auch im Landkreis Harburg verstärkt auf Eis und Schnee auf den Straßen einstellen. Die 45 Mitarbeiter und drei Auszubildenden der „Betriebsgemeinschaft Straßendienst im Landkreis Harburg (BGS-Harburg)“ in Hittfeld haben sich auf die Lage vorbereitet. In der BGS arbeiten das Land Niedersachsen und der Landkreis Harburg seit 2006 zusammen, um für optimale Straßenverhältnisse zu sorgen. „Auch wenn es derzeit noch nicht danach aussieht: Wir müssen immer auf einen strengen Winter gefasst sein“, sagte Kreisrätin Monika Scherf bei einem Besuch am Winterdienststützpunkt der BGS an der Autobahnanschlussstelle Winsen-Ost.

Die BGS hat ihre Winterdienstpläne aufgestellt. Dafür stehen 14 Räum- und Streufahrzeuge bereit. Drei weitere kleinere Fahrzeuge sind für die Radwege vorgesehen. 37 Straßenwärter sowie die Fahrer der vertraglich verpflichteten Privatfirmen wurden für den Dienst geschult. Sie sollen bei Eis und Schnee bis zum Einsetzen des morgendlichen Berufs- und Schulbusverkehrs für sichere Straßenverhältnisse sorgen.

Dazu müssen 71 Kilometer Bundes-, 173 Kilometer Landes- und 424 Kilometer Kreisstraßen sowie rund 400 Kilometer Radwege geräumt werden. Die Geh- und Radwege außerhalb der Ortschaften, auf denen Schüler unterwegs sind sowie zu den Pendlerbahnhöfen, werden dabei vorrangig betreut.

Damit es selbst bei extremem Winterwetter nicht zu Streusalz-Engpässen kommt, hat der Landkreis 700 Tonnen Salz in einer Halle in Hittfeld eingelagert. Weitere 600 Tonnen liegen in drei Silos im Landkreis. Außerdem stehen 130.000 Liter Sole bereit. Für den Fall, dass diese Menge nicht reichen sollte, kann die BGS auf Vorräte aus einem Lager für Niedersachsen zurückgreifen.

Für ihre Einsatzplanung nutzt der BGS-Winterdienst das Straßenzustands- und Wetterinformationssystem des Deutschen Wetterdienstes. Sobald mit glatten Straßen zu rechnen ist, kontrolliert die BGS täglich ab ein Uhr früh auf festgelegten Routen. Stellt ein Kontrolleur Glätte fest, alarmiert er die Winterdienstbereitschaft. 45 bis 60 Minuten später beginnt der Einsatz. „Eng wird es, wenn die Glätte erst in den Morgenstunden einsetzt, da wir dann nicht alle Strecken gleichzeitig streuen können“, sagt Jochen Brück, der Leiter der BGS. Von sechs bis 22 Uhr sollen die Straßen jedoch sicher befahrbar sein.

Je nach Wetter streut der Winterdienst auch vorbeugend. Dann wird Feuchtsalz verwendet, das besser auf der Straße haftet als trockenes Salz und Eis schneller tauen lässt. So werden 30 Prozent weniger Salz verbraucht – das schützt gleichzeitig die Umwelt.