Fischbek

Freizeitradweg im Regionalpark ist zugewachsen

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Lars Hansen

Fahrradfahrer können die Route ab Neugraben kaum nutzen. Sie verläuft über Privatgrund

Fischbek. Mit sechs regionalen Radrouten soll der Regionalpark Rosengarten erlebbar gemacht werden, heißt es auf der Homepage des Tourismusprojekts, an dem außer der Gemeinde Rosengarten weitere Gemeinden im Norden des Landkreises Harburg sowie mit der Fischbeker Heide der Bezirk Harburg beteiligt sind. Drei der sechs Routen beginnen in Neugraben und verteilen sich ab Fischbek je nach ihren weiteren Zielen: Kiekeberg, Schwarze Berge und Nordheide. Die gemeinsame Strecke verläuft ab Neugraben nördlich entlang der Niederelbebahn und kreuzt die Gleise an der Straße Dritte Meile.

Allerdings kommt kaum ein Radfahrer bis dorthin. „Der Weg ist hinter dem Recyclinghof und den Tennisplätzen mit Gebüsch zugewachsen, dadurch ist die Sicht sehr schlecht. Der Boden ist matschig und uneben“, bemängelt die Grünen-Fraktion in der Harburger Bezirksversammlung, „im weiteren Verlauf bis zum Bahnübergang Dritte Meile ist der Weg nach den starken Regenfällen der letzten Wochen mit normalen Rädern nicht befahrbar“.

Grundeigentümer sind nicht zur Pflege verpflichtet

Im Juni 2016 hatte die Bezirksversammlung die Verwaltung aufgefordert, den Radweg nutzbar zu machen. Den Antrag hatten ebenfalls die Grünen gestellt. Weil bislang nichts geschehen ist, baten sie nun in einer Anfrage um Erklärung.

Die Antwort des Bezirksamts: In diesem Abschnitt kann der Bezirk nicht tätig werden, weil die Radroute über ein Privatgrundstück verläuft. Mit der Planung und Betreuung der Regionalparkrouten wurde vor etwa zehn Jahren das Hamburger Büro „Kontor 21“ beauftragt. „Es gab laut Aussage von Kontor 21 bei der Einführung der Regionalparkrouten die Absicht, die betroffenen Wege in Zukunft instandhalten zu wollen“, schreibt Bezirksamtsleiter Thomas Völsch. „Jedoch gab es mit den Grundeigentümern keine vertraglichen Vereinbarungen. Insofern gibt es von Seiten der Eigentümer keine Unterhaltungsverpflichtungen.“

Der Bezirk möchte auch mit den Grundstückseigentümern ins Gespräch kommen, denn demnächst sollen hier nicht nur die Regionalparkrouten, sondern auch ein Radschnellweg nach Buxtehude entstehen.

( xl )

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