Harburg
Langenbek

Seniorinnen spenden Quilts fürs Hospiz

Die Näherinnen mit ihren Decken (v. l.): Inge Hansen (79), Thea Bemsch (75), Pflegedienstleiterin Marion Basler, Barbara Buckesfeld (72), Jutta Fiebich (75), Renate Schmidt (75)

Die Näherinnen mit ihren Decken (v. l.): Inge Hansen (79), Thea Bemsch (75), Pflegedienstleiterin Marion Basler, Barbara Buckesfeld (72), Jutta Fiebich (75), Renate Schmidt (75)

Foto: Katharina Geßler / HA

Patchwork-Arbeiten begeistern Gäste und Mitarbeiter. Fünf engagierte Damen haben sie in Handarbeit hergestellt.

Langenbek.  Im übertragenen Sinne und ein wenig flapsig formuliert, ließe sich über diese Frauen sagen: Sie hängen an der Nadel und brauchen ständig neuen Stoff. In Tat und Wahrheit indes geht es um künstlerische Wertarbeit, die von den Gästen und Mitarbeitern des DRK-Hospiz’ in Langenbek hochgeschätzt wird.

Drei Quilts, herrlich bunte und warme Steppdecken, brachten die fünf Seniorinnen gestern mit, die schon vor Jahren das Erstellen dieser aufwendigen Patchwork-Arbeiten zu ihrem Hobby erkoren haben. Inge Hansen (79), Thea Bemsch (75), Barbara Buckesfeld (72), Jutta Fiebich (75) und Renate Schmidt sind denn auch im Hospiz keine Unbekannten.

In den vergangenen vier Jahren haben sie der Einrichtung insgesamt 18 Decken geschenkt, die als Tages- bzw. Bettdecken genutzt werden, sowie vier kleinere Decken, die besonders geeignet sind für Menschen, die im Rollstuhl sitzen, sowie mehrere schmucke Wandteppiche. „Wir haben für das Hospiz schon genäht, als es noch gar nicht eröffnet war“, erzählt Inge Hansen, die lange Zeit in Harburg gelebt hat.

In der Volkshochschule Othmarschen treffen sie und ihre Freundinnen sich einmal im Monat zum gemeinsamen Nähen der Quilts, die in der Regel aus drei Lagen bestehen: Oben liegt die bunt gemusterte Schauseite, auch Top genannt. Die Zwischenlage bildet ein wärmendes Vlies z. B. aus Wolle oder Baumwolle. Die Unterseite besteht zumeist aus einer einfarbigen Stoffbahn.

Was sie an diesem Hobby so begeistert, sprudelt aus den Damen nur so heraus: „Die Arbeit mit den schönen und farbenfrohen Stoffen“, sagt Renate Schmidt. „Gemeinsam die Muster zu legen“, ergänzt Thea Bemsch: „Das regt die Fantasie an und ist gut für den Kopf.“

Marion Basler (37), Pflegedienstleiterin im Hospiz am Blättnerring, freut sich über jede einzelne der Decken, die die Damen in den vergangenen Jahren gespendet haben. Sie bringt es auf eine knappe Formel: „Die Quilts tun gut.“

Im Hospiz sind sie jedenfalls im Dauereinsatz. Weil die Decken durchweg aus hochwertigen Stoffen gearbeitet sind, ist es kein Problem, sie wieder und wieder zu waschen. Wenn dann neue Gäste ins Haus kommen und ihre Zimmer beziehen, liegt auf dem Bett meist ein bunter Quilt als Tagesdecke. „Die machen ganz viel her“, sagt Pflegedienstleiterin Basler, die natürlich weiß, wie wichtig ein erster Eindruck ist: „Wer das sieht, fühlt sich gleich ganz anders willkommen.“