Harburg
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„Geschichtomat“ hilft beim Lernen

Harburger Schüler erforschen die jüdische Geschichte in ihrem Stadtteil

Harburg.  Die 25 Schüler einer neunten Klasse der Goethe Schule Harburg werden im nächsten Jahr am Hamburger Schülerprojekt Geschichtomat teilnehmen und damit die jüdische Geschichte und Kultur in ihrem Stadtteil erforschen. Der Kulturausschuss hat der Finanzierung der Projektwoche in Höhe von 3600 Euro zugestimmt.

Die Schüler werden sich vom 5. bis 9. Februar 2018 mit historischen Personen, Orten und Ereignissen beschäftigen und sich mit dem heutigen jüdischen Leben auseinandersetzen. Mit Hilfe einer Kulturvermittlerin und zwei Medienpädagogen recherchieren sie, führen Interviews und produzieren Filme, die im Internet auf der projekteigenen Homepage veröffentlich werden. Das technische Equipment mit Kameras und Schnittproprogrammen stellt das Projekt Geschichtomat zur Verfügung.

Die Leiterin des Projektbüros mit Sitz am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg, Dr. Carmen Smiatacz, hat den Geschichtomat im Harburger Kulturausschuss vorgestellt. Bisher ist das Schülerprojekt zur jüdischen Geschichte auf Stadtteile in Hamburg begrenzt. Seit dem Beginn im Jahr 2013 haben etwa 500 Schüler teilgenommen. Dabei sind 130 Videos entstanden, die einen digitalen Stadtplan zum jüdischen leben in der Freien und Hansestadt bilden. Acht Projektwochen pro Jahr hat sich die Initiative zum Ziel gesetzt. Im Süden Hamburgs war Geschichtomat bisher nur einmal zu Gast. Eine achte Klasse der Goethe Schule Harburg hatte sich dabei mit dem Alten Jüdischen Friedhof im Stadtteil, dem Leben Alfred Gordons, dem letzten Oberrabbiner Harburgs, und dem Mahnmal gegen den Faschismus auseinandergesetzt.