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Schneeflocken und ungeschliffene Diamanten

Professor Max J. Kobbert hat genau hingeschaut: Die Makroaufnahme eines  Schneekristalls

Professor Max J. Kobbert hat genau hingeschaut: Die Makroaufnahme eines Schneekristalls

Foto: dpa Picture-Alliance / OKAPIA Frankfurt / picture-alliance / OKAPIA KG, Ge

Vortrag im Museum Lüneburgmit Prof. Max Kobbert: Die faszinierende Welt der Kristalle.

Lüneburg.  Der Winter ist nicht mehr fern – Grund genug für den Naturwissenschaftlichen Verein für das Fürstentum Lüneburg von 1851 e.V., einen Vortrag mit winterlichem Bezug anzubieten: Prof. Dr. Max Kobbert aus Münster zeigt „Diamant und Schneekristall – Faszinierende Welt der Kristalle“ mit vielen 3D-Aufnahmen.

Die einen entstehen hoch in den Wolken bei frostiger Kälte, die anderen tief in der Erde in der Gluthitze von Magma. Erstere sind wenige Stunden alt und überfallen in Mengen ganze Länder, letztere sind Milliarden Jahre alt und verbergen sich an wenigen Orten der Erde. Die einen legen sich als geschenkte Juwelen auf den Wintermantel, so zart, dass der leiseste Hauch sie zerstört.

Die anderen werden aufwendig zu Schmuck verarbeitet und sind das Härteste und Beständigste, das wir kennen. Doch beide wachsen nach festen natürlichen Regeln, in gleicher Größenordnung, reflektieren glänzend das Licht und brechen es in seine Spektralfarben. Schneekristalle und Diamanten sind Minerale, wunderbare Formen aus der Schatzkammer der Natur.

Eine Verwandtschaft beider ahnte man schon vor über 2000 Jahren. In der Antike meinte man, der Diamant sei eine Variante von Bergkristall, und Bergkristall sei ewiges Eis. Krystallos ist das griechische Wort für „Eis“.

Der Vortrag vermittelt Wissenswertes und Erstaunliches über Art und Herkunft dieser Kristalle. Er macht die Vielfalt der Schneesterne verständlich und zeigt das Lebenselixier Wasser in neuer Weise.

Er führt in die Welt der Eisberge und der Wolken und lässt sie dreidimensional erleben. Der zweite Teil widmet sich dem Diamanten in der Schönheit, die er nicht nur in geschliffener Form, sondern auch in seinen Naturformen zeigt. Er stellt sagenhafte Diamanten vor und lässt den Koh-i-Noor in seiner ursprünglichen Form erstrahlen. Max J. Kobbert war bis zu seiner Pensionierung als Professor für Wahrnehmungspsychologie tätig.

Ihn interessiert nicht nur in der Theorie, wie die Welt im Kopf entsteht. Er möchte kleine und kleinste Dinge in faszinierenden Fotografien vor Augen führen, neben Diamanten und Schneekristallen etwa Bernsteineinschlüsse, über die er ebenfalls publiziert hat.

Zum weltweiten Klassiker ist ein Spiel zum anschaulichen Denken geworden, das er erfunden hat: Das verrückte Labyrinth.

Mittwoch, 8. November, 19 Uhr, Museum Lüneburg, Marcus-Heinemann-Saal, Wandrahmstraße 10, Der Eintrittspreis beträgt vier Euro