Harburg
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Akkordeon – aber schön!

Foto: Grischek Fotografie / HA

Frank Grischekzeigt in seinem Solo-Programm, warum die „Quetsche“ sein Schicksalsinstrument ist.

Harburg.  Man kennt ihn landauf, landab, als den Mann, der neben dem Komiker sitzt und Musik macht. Auf dem Akkordeon, auch noch. Dabei kann Frank Grischek durchaus allein ein Publikum unterhalten. Auch auf dem Akkordeon, ausgerechnet.

Und das kam so: Im Alter von vier Jahren das erste Mal ein Akkordeon in der Hand, ließ Grischek es jedoch für ein paar Jahre wieder los um klassischer Trompeter zu werden. Dann kam er aber doch auf das Akkordeon zurück: 1990 gründete Grischek die Hamburger Kultfolkband „The Roving Bottles“ und hatte seine 120-Bass-Quetschkommode, zwei Trompeten, eine Tuba, sein Klavier, eine Querflöte und mehrere irische Flöten, sogenannte „Tinwhistles“ im Gepäck, brachte mit dieser Gruppe große Konzertsäle zum Kochen und insgesamt drei CDs heraus, bis er begann, sich alleine mit seinem Schicksalsinstrument neben komische Leute zu setzen.

1996 gewann er mit der Kabarettistin Käthe Lachmann den NDR-Comedy-Preis. Es folgten acht Jahre Tourneen und Auftritte mit Käthe Lachmann. 2002 begann Frank Grischek außerdem eine intensive Zusammenarbeit mit Henning Venske, die auch heute, nach mehr als 30 Programmen und über 1200 Vorstellungen, immer noch andauert. Vier Jahre lang lieferte Frank Grischek darüber hinaus auch Jochen Busse den musikalischen Rückhalt für die gesellschaftskritischen Spitzen.

Seit zehn Jahren feilt Frank Grischek aber auch an seinen Soloprogrammen als Musikkabarettist. Mit dem neuesten davon namens „Akkordeon. Aber schön“ kommt er am Sonnabend in die Fischhalle.

Ob Musettewalzer, Tango, Klassik oder Irish-Folk – das Akkordeonspiel des Frank Grischek kennt keine stilistischen Grenzen. Ganz nebenbei erklärt der Musiker dabei leicht mürrisch, was das Instrument mit Heizkörpern gemein und ein Siebenachtel-Takt mit Eiersalat zu tun hat. Was dabei rumkommt, ist ein Abend mit Niveau zum Lachen.

Frank – „Akkordeon. Aber schön“, Sonnabend, 20 Uhr, Fischhalle, Kanalplatz, Harburg. Eintritt: 12 Euro