Harburg
Harburg

Behörde plant keine S 32 mehr im Süden

Hohes Pendleraufkommen sorgt häufig  für Enge in der

Hohes Pendleraufkommen sorgt häufig für Enge in der

Foto: Lars Hansen

Langzüge reichen aus, heißt es in der BWVI. Die Waggons dafür kommen aber erst in ein bis zwei Jahren.

Harburg.  Der erklärte politische Wille der Bürgerschaftsabgeordneten, die S-Bahn-Linie 32 bis Harburg zu führen, ist in der zuständigen Fachbehörde anscheinend noch nicht angekommen: Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) vertritt die Meinung, dass die geplante Verlängerung der bestehenden Züge ausreicht, um die Linie S 3 so zu entlasten, dass sie wieder zu jeder Zeit für jeden Fahrgast nutzbar ist. Die Linie S 32 ist deshalb bei der Deutschen Bahn lediglich zwischen Elbgaustraße und Hauptbahnhof bestellt.

„Wir sind weiterhin der Auffassung, dass Harburg besser angebunden werden muss“, sagt Christian Füldner, Pressesprecher der BWVI. „Für die Verbesserung der Anbindung von ist deshalb folgendes bereits verbindlich veranlasst: Ab Dezember 2018, dann setzt der neue S-Bahn-Verkehrsvertrag ein, wird es auf der S 3 zu einer schrittweisen Ausweitung des Langzugeinsatzes und damit zu einer Verbesserung der Anbindung von Harburg kommen. ein Zug hat dann 9 statt 6 Waggons.“

S32 galt als Verstärkerlinie für den „Sprung über die Elbe“

Bis Dezember 2019 soll der Langzugeinsatz in der Hauptverkehrszeit von 7 auf 14 Umläufe verdoppelt. Damit wird die Anzahl der Sitzplätze auf etwa 6000 je Stunde und Richtung – heute sind es etwa 4800 um 20 Prozent erhöht, sagt Füldner. „Stehplätze sind es jeweils etwa nochmal so viele. Aufgrund dieser maßgeblichen Verbesserung des Angebotes für Harburg ist eine eigenständige Linie S32 zwischen Hauptbahnhof und Harburg Rathaus bisher nicht bei der S-Bahn bestellt worden.“

In der ursprünglichen Planung unter Bürgermeister Ole von Beusts Motto „Sprung über die Elbe“ war die S32 als Verstärkerlinie zwischen Harburg Rathaus und Hauptbahnhof gedacht. Sie bis Eidelstedt zu führen, ergab sich daraus, dass vor Elbgaustraße kein Wendegleis zur Verfügung steht.

Seit die AKN-Strecke nach Kaltenkirchen zur S-Bahn aufgewertet werden soll, muss es zwischen Elbgaustraße und Eidelstedt, wo die neue Kaltenkirchener Linie ausfädelt, einen Ersatz für die wegfallenden Züge erhalten. Aus diesem Grund – und auch, um Osdorf und Lurup in Bürgermeister Olaf Scholz’ Heimatbezirk Altona an die S-Bahn anbinden zu können, wurde die Idee der S 32 reaktiviert, nun aber im Westen der Stadt. Dass sie den Süden der Hansestadt nun gar nicht mehr bedienen soll, stellt allerdings eine ganz neue Entwicklung dar .