Harburg
Gebrauchtwaren

Kaufhaus Stilbruch gastiert als Pop-Up-Store in Harburg

Bei "Stilbruch" im Angebot: Ein Röhrenverstärker und zwei E-Gitarren

Bei "Stilbruch" im Angebot: Ein Röhrenverstärker und zwei E-Gitarren

Foto: Lars Hansen / xl

Stadtreinigung Hamburg eröffnet eine neue Filiale mit Schrillem und Skurrilem für den Haushalt. Das Kaufhaus nimmt Gebrauchtwaren an.

Hamburg.  Schrilles und Scheußliches, Nippes und Hausrat auf knapp 500 Quadratmetern: Am Mittwoch öffnet „Stilbruch“, das Gebrauchtwarenkaufhaus der Stadtreinigung Hamburg, einen Pop-Up-Store im ersten Obergeschoss der Harburg Arcaden. Der Standort ist für drei Monate geplant.

Der Schwerpunkt des Harburger Angebots liegt bei gebrauchten Elektrogeräten. Im Sortiment finden sich z.B. Radios, Plattenspieler, Lampen aller Formen und Größen und Lichterdekorationen für jeden Geschmack. Die Elektro-Werkstätten von „Stilbruch“ bestücken den Store mit geprüfter Ware. Darauf gibt es ein Jahr Gewährleistung.

Auch alle anderen kleinen Alltagsgegenstände wie Bücher, Medien, Kleinmöbel, Glas und Porzellan sind im täglich wechselnden Angebot. Lediglich große Möbel und große Elektrogeräte werden in den Arcaden nicht von „Stilbruch“ angeboten: Es gilt: „Da ist, was unter den Arm passt.“

Stilbruch Teil eines europaweiten Forschungsprojektes

„Wer selbst ein gebrauchtes Elektrokleingerät hat, das er nicht mehr braucht, kann dieses gern mitbringen und Stilbruch überlassen“, sagt Reinhard Fiedler, Pressesprecher der Stadtreinigung.

Mit dem Schwerpunkt auf Elektrogeräten ist „Stilbruch“ ein Teil des europaweiten Forschungsprojektes „FORCE – Cities cooperating for circular economy“. Ziel von FORCE ist die Förderung der Kreislaufwirtschaft in Europäischen Städten. Beteiligt sind Hamburg, Kopenhagen, Lissabon und Genua. Jede Stadt übernimmt führend die Koordination für einen Stoffstrom. Für Hamburg ist es die Sammlung, Erfassung, Verwertung und Weiternutzung von Elektroaltgeräten, um die enthaltenen Metalle im Wertstoffkreislauf zu behalten.

„Stilbruch“, eine Tochter der Stadtreinigung Hamburg, gibt es seit 2001. Im vergangenen Jahr kamen rund 675.000 Kunden und kauften mehr als 400.000 Artikel. Die Standorte in Wandsbek und Altona erhalten täglich Nachschub an Möbeln, Hausrat und Nippes von der schonenden Sperrmüllabfuhr und den Recyclinghöfen der Stadtreinigung Hamburg und bieten so für jeden Geldbeutel Waren von A-Z.

Merkwürdigste Fundstücke auf Facebook

Auch online kann das Gebrauchtwarenkaufhaus besucht werden. Auf der Seite www.stilbruch.de erfahren Interessierte Wissenswertes und Aktuelles über „Stilbruch“. Stöbern lässt sich darüber hinaus auch auf dem nichtkommerziellen Tausch- und Verschenkmarkt: „Was für den einen nutzlos ist, ausgemustert wird und schnellstens weg soll, kann ein anderer vielleicht noch gut gebrauchen“, sagt Reinhard Fiedler.

Geöffnet hat „Stilbruch“ montags bis sonnabends von 10 bis 18 Uhr. Eine wöchentliche Präsentation der skurrilsten, hässlich-schönsten und merkwürdigsten Fundstücke, die „Stilbruch“ zu bieten hat, gibt es auf https://www.facebook.com/Stilbruch.Hamburg.