Harburg
Rosengarten

Falsche Polizisten erbeuten hohe Geldbeträge

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens (Symbolbild)

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens (Symbolbild)

Foto: Friso Gentsch / dpa

Polizei fahndet im Landkreis Harburg mit Phantombildern nach mutmaßlichen Betrügern. Sie gaben sich als Polizisten aus.

Harburg.  In Harburg und im Umland haben sich Betrüger in den vergangenen Wochen immer wieder am Telefon als Polizisten ausgegeben und mit abenteuerlichen Geschichten versucht, Vermögensverhältnisse der Angerufenen herauszubekommen und sie zur Übergabe von Gold, Schmuck oder hohen Bargeldbeträgen zu bewegen.

„Da das Phänomen sehr stark in den Medien thematisiert wurde, fielen die meisten Anrufer nicht auf die Versuche herein“, sagt Kommissar Jan Krüger von der Polizeiinspektion Harburg. Dennoch gelang es den Tätern in einigen wenigen Fällen, hohe Geldbeträge zu erbeuten. Anhand der Angaben von zwei Opfern fertigte die Polizei Phantomzeichnungen der Geldabholer an.

Täter 1 war am 19. September in Rosengarten aktiv. Er ist 20 bis 30 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß, schlank und hat jugendliche Gesichtszüge. Er trug dunkle, kurze Haare, sprach leise und akzentfrei Deutsch. Täter 2 wurde am 21. September in Tostedt beobachtet. Er ist etwa 30 Jahre alt, 1,70 Meter, kräftig und kompakt, wirkte ungepflegt und unruhig, trug dunkle, kurze Haare, Schnauzbart und sprach Deutsch mit leichtem Akzent. Hinweise nimmt der Zentrale Kriminaldienst in Buchholz, Telefon 04181/2850 entgegen.

Die Polizei rät bei verdächtigen Anrufen: Lassen Sie sich den Namen des Anrufers nennen, legen Sie auf und rufen Sie über die Nummer 110 die Polizei. Geben Sie Unbekannten weder Auskunft über Vermögensverhältnisse noch sensible Daten preis. Öffnen Sie Unbekannten nicht die Tür. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Übergeben Sie nie Geld oder Wertsachen an angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht oder Geldinstitut.