Harburg
Tostedt

Bundesweite Zollkontrolle im Kampf gegen Schwarzarbeit

Tostedt. Hunderte Zöllner waren Anfang der Woche im gesamten Bundesgebiet im Einsatz, um eine groß angelegte Kontrolle im Speditions- und Logistikgewerbe durchzuführen. Auch an der B 75 nahe Tostedt und auf dem Rastplatz Harburger Berge an der A 7 hatten sie Kontrollstellen aufgebaut.

Die Beamten stoppten fast alle Lastwagen- und Transporterfahrer. Danach überprüften sie unter anderem, ob der gesetzliche Mindestlohn gezahlt wurde oder ob Leistungsbetrug vorliegt. Dazu wurden die Fahrer zum Beispiel zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt. Ergaben sich durch die Befragung oder durch sonstige Hinweise Verdachtsfälle auf Unregelmäßigkeiten, schauten sich die Zöllner im Nachhinein die Firmen genauer an.„Solch eine Überprüfung, kann aufwendige Ermittlungen nach sich ziehen“, sagte Oliver Bachmann, Pressesprecher des Hauptzollamts Hamburg-Stadt. Während der zweitägigen Kontrollen des Hauptzollamtes Hannover, welches für ganz Niedersachsen zuständig ist, und des Hauptzollamts Hamburg-Stadt wurden 697 Personen kontrolliert.

Dabei ergaben sich 60 Verdachtsfälle auf das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträge. In 32 Fällen wurde vermutlich der Mindestlohn nicht gezahlt. Kleinere Verdachtsfälle liegen mit jeweils neun Fällen bei der Scheinselbstständigkeit oder der unerlaubten Ausländerbeschäftigung. In allen Verdachtsfällen ermitteln nun die Spezialisten des Sachgebiets „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“.