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IHK-Präsident Kahle tritt zurück

IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert (l.) und der scheidende Präsident Olaf Kahle

IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert (l.) und der scheidende Präsident Olaf Kahle

Foto: Hans-Juergen Wege

Rücktrittsbrief drückt seine Unzufriedenheit mit dem neuen Kurs der Kammer aus.

Lüneburg.  Olaf Kahle, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg, hat heute dem Präsidium sowie den Vollversammlungsmitgliedern und Mitarbeitern seinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung mitgeteilt.

Unter anderem sieht Kahle sich nach eigenem Bekunden nicht in der Lage, den von der Vollversammlung in der vergangenen Woche gefassten Beschluss über eine vertiefte Zusammenarbeit mit der IHK Braunschweig nach außen zu vertreten. Als Präsident muss ich die von Ihnen gefassten Beschlüsse uneingeschränkt umsetzen und nach außen vertreten.

„Ich habe die Arbeit in der IHK immer sehr geschätzt, weil stets sachlich, respektvoll sowie zielorientiert argumentiert und diskutiert wurde. Dieser Grundsatz wurde in den Diskussionen rund um das Thema Kooperation mit der IHK Braunschweig häufig missachtet. Eine Entwicklung, die ich sehr bedauere“, schreibt Kahle in seinem Rücktrittsbrief.
Kahle war vor fünf Jahren zum Präsidenten gewählt worden, seine offizielle Amtszeit hätte Ende 2018 geendet. Dann findet auch die turnusmäßige Vollversammlungswahl der IHK Lüneburg-Wolfsburg statt.

„Präsident Kahle hat wesentlichen Anteil daran, dass unsere IHK heute zukunftsfähig aufgestellt ist. Dies gilt unter anderem für die Fachkräftesicherungs-Initiative ,hierjetztmorgen‘ und die Zusammenarbeit in der IHK Niedersachsen. Auch deshalb bedauern wir seine Entscheidung und danken ihm für die konstruktive und ergebnisorientierte Zusammenarbeit in den letzten fast fünf Jahren“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert. In einer Sondersitzung wird sich das Präsidium mit dem Thema Nachfolge befassen.