Harburg
Bendestorf

Bauhof Bendestorf muss weichen

Die Ortswehr Bendestorf braucht mehr Platz und möchte ihr Feuerwehrhaus Im Brook erweitern

Die Ortswehr Bendestorf braucht mehr Platz und möchte ihr Feuerwehrhaus Im Brook erweitern

Foto: Kastendieck / HA

Feuerwehr mahnt größeren Platzbedarf an. Gemeinde hat vier alternative Standorte ausfindig gemacht.

Bendestorf.  Im August 2015 hat die Ortswehr Bendestorf einen Antrag auf Erweiterung ihres Feuerwehrhauses Im Brook gestellt. „Unserer Meinung nach kann ein Großteil der bestehenden Platzprobleme durch eine Nutzungsänderung der benachbarten Bauhoffläche gelöst werden“, hatte Ortsbrandmeister Sven Wrede-Lissow den Vorstoß begründet. Jetzt wächst die Hoffnung, dass der akute Brennpunkt grundsätzlich entschärft werden kann. Die Gemeindeverwaltung hat vier alternative Stadtorte für den Bauhof ausfindig gemacht.

„Die Ortswehr konnte nachvollziehbar darlegen, warum eine Erweiterung absolut notwendig ist“, sagte Ortsbürgermeister Hans-Peter Brink. So fehle es nicht nur an geeigneten Stellplätzen für die beiden Mannschaftstransporter und den Feuerwehranhänger, sondern auch an einem Büro für die Führungskräfte der Wehr.

Zudem stellt die beständig wachsende Kinder- und Jugendabteilung neue räumliche Anforderungen. Für die aktuell mehr als 20 Mädchen und Jungen werden Unterrichts- wie Umkleideräume benötigt. Überdies eine Dusche für die weiblichen Mitglieder der Wehr und weitere Lagerkapazitäten für die Ausrüstung.

„Die bislang durch den Bauhof genutzten Räumlichkeiten, insbesondere die bestehende direkte Verbindung beider Gebäudetrakte, würde die Chance bieten, ohne größere Investitionen den aktuellen Platzanforderungen der Ortswehr gerecht zu werden“, so Wrede-Lissow.

Die Samtgemeindeverwaltung hatte Ende Juni dieses Jahres signalisiert, dass sie die Pläne der Gemeinde Bendestorf begrüßt und sie bei der Suche nach einem alternativen Standort für den Bauhof unterstützt. „Übergangsweise könnte der Bendestorfer Bauhof auch das alte Feuerwehrgerätehaus in Jesteburg nutzen“, so Samtgemeindebürgermeister Hans-Heinrich Höper.

Vier mögliche Standorte für eine Verlagerung des Bauhofes sollen nun am kommenden Dienstag, 19. September, ab 19 Uhr im örtlichen Bauausschuss diskutiert werden. „Alle Eigentümer der infrage kommenden Areale wären bereit, der Gemeinde die Flächen zu überlassen, zur Anpachtung oder zum Erwerb“, sagte Gemeindedirektorin Bettina Jägersberg dem Abendblatt. Überdies seien die Areale sogar groß genug, um auch den Jesteburger Bauhof dort anzusiedeln. In der Samtgemeinde wird seit geraumer Zeit ernsthaft erwogenen, beide Bauhöfe zu fusionieren.

Die Waldfläche Ecke Jesteburger Chaussee/Am Mühlenbach ist verkehrlich zwar gut gelegen und die Kreuzung wegen der vorhandenen Ampel sicher zu überqueren. Sie scheide jedoch wegen des vorhandenen Baumbestandes aus, so die Gemeindeverwaltung.

Die landwirtschaftliche Fläche ganz in der Nähe biete zwar ebenfalls eine sichere Anbindung, habe aber den Nachteil, dass der Bauhof „nicht in der Landschaft verschwinden könne“. Zumal sich in der Nachbarschaft auch noch Wohnhäuser befinden.

Vom Gewerbegebiet hinter der Tankstelle raten die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises, wie die Polizei ab. Die Zufahrt zur Landesstraße sei dort zu unübersichtlich. Der Verkehr fließe zu schnell, was insbesondere für langsame und beladene Fahrzeuge zu riskanten Situationen führen könne.

Obdachlosenunterkunftbietet die meisten Vorteile

So läuft wohl alles auf das Areal der Obdachlosenunterkunft Kleckerwaldstraße/Jesteburger Chaussee und die ehemalige Schonung hinaus. Beide Flächen sind gut und sicher angebunden und werden durch einen vorhandenen Baumbestand flankiert.

„Nach einer ergänzenden Eingrünung würden die Gebäude in der Landschaft optisch verschwinden. Zudem sind Ver- und Entsorgungsleitungen bereits vorhanden. Das sind Vorteile, die am Ende den Ausschlag geben könnten“, so Bürgermeister Brink. Der der Entscheidung durch den Bendestorfer Verwaltungsausschuss aber nicht vorgreifen will.

Wenn aus drei Bauhöfen einer wird

Aktuell hat die Samtgemeinde Jesteburg drei Bauhöfe.

Der größte Bauhof befindet sich in Jesteburg. Dort arbeiten zehn Mitarbeiter.

Zum Fuhrpark gehören u.a. ein Traktor, ein Kipper, drei Kleintransporter, Rasenmäher und Schneeräumer.

In Bendestorf gibt es 2,5 Planstellen, in Harmstorf 1,5.

Ein zentraler Bauhof muss nicht zwingend in Jesteburg angesiedelt sein. „Aus strategischer Sicht wäre der zentralste Standort in Bendestorf“, so Verwaltungschef Höper.

Die Änderung des Flächennutzungsplans soll von einer Wohnbebauung abgekoppelt werden.