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Literaturfest Niedersachsen thematisiert „Virtual Reality“

Lüneburg. Was, wenn wir in einer Höhle lebten und nur die Schatten der Außenwelt sähen, die das Tageslicht an die Höhlenwand wirft? Und was, wenn einer die Höhle verlassen und die wirkliche Welt erblicken würde? Käme er zurück, um davon zu erzählen? Und würden wir ihm glauben? Platons „Höhlengleichnis“ beschäftigt die Philosophie und die Literatur seit Jahrhunderten.

Beim Literaturfest Niedersachsen tauchen Jens Meyer-Kovać und Charlotte Milsch in virtuelle Räume ein und stellen sich die Frage, ob wir unser Leben wirklich leben oder ob wir von außen gesteuert werden. „Simulacron-3“, „Otherland“ oder „Ecosphere 2“ heißen die Welten, in die sich die Schauspieler Robert Gwisdek und Lisa Natalie Arnold an diesem Abend aufmachen.

Im Scala-Kino in Lüneburg erwarten die Gäste literarische Grenzgänge und Ausflüge in die virtuellen Räume von Stanislaw Lem, Daniel F. Galouye, T.C. Boyle, Tad Williams und William Gibson – der mit seiner „Neuromancer“-Trilogie nicht nur den Begriff „Cyberspace“ erfand, sondern auch unsere Vorstellung vom World Wide Web prägte. Zwischendurch werden Kurzfilme gezeigt, die andere virtuelle Welten vorstellen, etwa Robert Gwisdeks Film „Circuit“. Darin gerät ein Handwerker beim Reparieren eines Tastenfeldes unversehens in eine Endlosschleife.

Virtual LiteReality, Donnerstag, 14. September, 19 Uhr, Scala Programmkino Lüneburg, Apothekenstr. 17, Eintritt 20 Euro, Karten unter Tel. 04131/224 32 24 und 04131/309 36 87