Harburg
Buchholz

Buchholzer Inklusionsrat wirbt für seine Arbeit

Bei einem Aktionstag kann jeder erleben, was es heißt mit dem Rollstuhl in der Stadt unterwegs zu sein

Buchholz. Für ein besseres Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung macht sich der Buchholzer Inklusionsrat stark. Mit einer Informationsveranstaltung am Sonnabend, 26. August, im Rathauspark will er für seine Arbeit besonders werben. „Wir wollen dabei vor allem für die Nöte und Bedürfnisse der Mitbürger mit Handicap sensibilisieren, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am städtischen Leben zu ermöglichen“, so Georg Kartzig, Vorsitzender des Beirats.

„Die Buchholzer City ist längst noch nicht behindertenfreundlich. Es gibt viele unnötige Barrieren, derer sich die Stadt unbedingt annehmen muss“, sagt Kartzig. Deshalb haben er und seine Mitstreiter jetzt einen Aktionsplan entwickelt, welche gravierenden Stolperfallen für die 3127 Buchholzer mit Handycap in den nächsten beiden Jahren unbedingt angegangen werden müssen.

„Insgesamt 16 Umbaumaßnahmen sind bis Ende 2018 vorgesehen“, sagt Kartzig. Dazu zählen nicht nur die Regenablaufrinnen auf Caspers Hoff, sondern auch verschiedene Treppen, wie etwa am Lottoladen in der Poststraße. Pro Jahr stellt die Stadt dafür 40.000 Euro zur Verfügung. Die konkreten Baumaßnahmen müssen vom Stadtrat zuvor aber noch beschlossen werden.

Am vorgesehenen Aktionstag wird es von 10 bis 13 Uhr unter anderem einen Park-Parcours geben, den auch Nichtbehinderte in Rollstühlen absolvieren können. „Für die besten drei Starter gibt es ebenso Preise, wie für den Letzten“, so Kartzig. Rollstuhlbasketballer präsentieren ihren Sport und im Jugendzentrum gibt es gegen eine kleine Spende Kaffee und Kuchen.

Geplant ist zudem eine Rollstuhl-Tour durch die City. Dabei sollen wichtige Entscheider wie Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse buchstäblich erfahren, welche Tücken das städtische Pflaster für Rollifahrer birgt. Der vorangegangene Inklusionsrat hat in einer umfangreichen Analyse insgesamt 69 Schwachstellen ausgemacht.