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Buchholz

So schön wird das neue Wohngebiet in Buchholz

Foto: terra Real Estate GmbH

Das Unternehmen terra Real Estate und die BPD Immobilienentwicklung bauen an der Schaftrift das Quartier „Ole Wisch“ mit 176 Wohneinheiten und einer modernen Kita mit 59 Plätzen.

Buchholz. Mit der feierlichen Grundsteinlegung haben die Stadt, der Projektentwickler terra Real Estate und die BPD Immobilienentwicklung am 11. August den Start für den Bau des neuen Wohngebiets „Ole Wisch“ an der Schaftrift freigegeben. „Für Buchholz ist das ein wichtiges Bauvorhaben. Weil die Stadt nicht nur dringend bezahlbaren Wohnraum braucht, sondern auch viele neue Kitaplätze. Beides wird sie hier bekommen“, sagte Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse in seinem Grußwort.

Auf einer Fläche von insgesamt 18.300 Quadratmetern sollen in zehn Baukörpern insgesamt 176 Wohneinheiten und eine Kita mit einer Wohn- und Nutzfläche von 13.520 Quadratmetern sowie eine neue Erschließungsstraße entstehen. Die Kita nach modernstem Standard wird künftig 59 Kindern in drei Gruppen Platz bieten und verfügt zudem über ein Freigelände von 300 Quadratmetern.

„Die Häuser sind überwiegend dreigeschossig, zwei haben vier Geschosse, ein weiteres Haus drei plus Staffelgeschoss. Sie sollen im wesentlichen die gleiche Struktur erhalten, sich aber in Design und Farbgebung unterscheiden um so für optische Auflockerung zu sorgen“, erklärte Tari Van Noy, bei terra Real Estate für Business Development zuständig.

Für die jüngste Tochterfirma des 1978 gegründeten Familienunternehmens mit Sitz im Gewerbegebiet Vaenser Heide ist das neue Quartier im Norden der Stadt aktuell das zweitgrößte Immobilienprojekt nach dem Canteleu-Quartier im Umfeld des Buchholzer Bahnhofs. „Das Projekt Ole Wisch, mit dessen Entwicklung wir im Oktober 2014 begonnen haben, bedeutet uns viel. Nicht nur, weil es unser erstes erfolgreiches B-Plan-Verfahren ist. Wir werden es auch selbst umsetzen, also tatsächlich bauen“, so Geschäftsführer Andreas Tietz.

Allerdings nicht allein. Schon vor dem Baubeginn hat terra Real Estate 65 Prozent des Areals an die BPD Immobilienentwicklung GmbH verkauft. Die Tochter des namhaften niederländischen Finanzinstituts Rabobank unterhält in Deutschland sieben Niederlassungen, seit 2005 auch in Hamburg. Hierzulande agiert BPD mit Hauptsitz in Frankfurt am Main primär im Wohnungsbau.

An der Schaftrift zeichnet das Unternehmen für die Errichtung von sieben Baukörpern verantwortlich. Dort sollen unter dem Label „to huus“ 125 Eigentumswohnungen mit einer Größe von 52 bis 160 Quadratmetern entstehen. „Unser erster Bauabschnitt Hof A wird so erfolgreich angenommen, dass wir in Kürze mit dem zweiten Bauabschnitt in den Vertrieb gehen und im September mit den Bauarbeiten starten werden“, so BPD-Projektleiterin Petra Wedemann.

Die heimische terra Real Estate wird in den verbleibenden drei Wohnblöcken 49 Mietwohnungen (64 bis 92 qm) anbieten, von denen 35 Sozialwohnungen sind. Sie werden eine Größe zwischen 45 und 90 Quadratmetern haben. „Wir wollen diese Wohneinheiten auf jeden Fall in unserem Bestand behalten und damit unser Immobilienportfolio erweitern“, so Tietz.

Das neue Quartier verfügt nicht nur über viele Tiefgaragenplätze und einen eigenen Spielplatz. Es soll auch zwei kleine Gewerbeeinheiten erhalten, etwa für einen Bäcker. Zudem ist es auch infrastrukturell bestens angebunden. Nördlich und östlich befindet sich das Buchholzer Schulzentrum I mit der Heideschule, der IGS, dem Einstein-Gymnasium und der Förderschule An Boerns Soll. Zudem befindet sich in der Nähe die Kita im Königsgrund und eine Bushaltestelle.

Mit terra Real Estate hat das Familienunternehmen terra, das zuvor vor allem Handels- und Speditionsfirma war, den Schritt in ein neues Geschäftsfeld vollzogen. Andreas Tietz sei damit von den Mobilen zu den Immobilien konvertiert: „Ich habe das enorme Potenzial gespürt und die Stadtverwaltung hat meine Vision mitgetragen.“ Mit dem dem Projekt auf der „Ole Wisch“, also auf der alten Wiese, habe das Start-up praktisch seinen Freischwimmer gemacht.

Zum Glück, befand Bürgermeister Röhse. Als die traditionelle Hülse, unter anderem gefüllt mit einem Hamburger Abendblatt, Bauplänen und einem Satz Euro-Münzen im Fundament versenkt wurde, drohte die Baugrube der Kita beinahe in den anhaltenden Regenfluten zu versacken.

Die Kita Ole Wisch

Anfang August 2018 soll die neue Kindertagesstätte stehen. Sie wird dann aber erst einmal von den Kindern der städtischen Kita „Kinderwelt“ bezogen. An deren regulärem Standort in der Klaus-Groth-Straße wird ein Neubau realisiert. Nach der Rückkehr im dritten Quartal 2019 soll für die Kita „Ole Wisch“ ein geeigneter Träger gefunden werden.