Musiktage

Diese Männer liefern eine Liebeserklärung an Hamburg

| Lesedauer: 2 Minuten
Daniel Behle mit dem Schnyder Trio

Daniel Behle mit dem Schnyder Trio

Foto: Marco Borggreve / HA

Tenor Daniel Behle tritt bei den Niedersächsischen Musiktagen im Harburger Speicher am Kaufhauskanal mit „Mein Hamburg“ auf.

Harburg.  Wenn der Tenor Daniel Behle den ur-hamburgischen Evergreen „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ anstimmt, dann ist das eine wunderbare Mischung aus kultiviertem Gesang und norddeutschem „Slang“. Und es ist bei weitem nicht der einzige Hamburg-Song, den Behle im Repertoire hat. Die Niedersächsischen Musiktage präsentieren Daniel Behle und das Schnyder Trio mit dem Programm „Mein Hamburg“ im Speicher am Kaufhauskanal in Harburg.

Dieses Programm ist einer Sehnsucht zu verdanken. Daniel Behle, geboren und aufgewachsen in Hamburg, lebt seit einigen Jahren in der Schweiz und vermisst am meisten das Wasser, gefolgt vom FC St. Pauli. Die Idee für die musikalische Liebeserklärung an Hamburg kam dem Sänger, als er an der Wiener Volksoper engagiert war. Daniel Behle stellte nämlich fest, dass viele Komponisten der Stadt Wien ein Denkmal gesetzt haben: „Konfrontiert mit unzähligen Hymnen über Wetter, Frauen, Liebe, Kutschen oder Straßen wurde ich schon etwas neidisch, dass es so etwas in diesem Stil über meine Stadt im Norden nicht gibt.“

Das war der Auslöser dafür, dass sich Behle drei Jahre lang der Komposition und den Arrangements von Hamburg-Liedern widmete. Manche Lieder sind von Hans Albers oder Shanty-Chören bekannt, aber nicht in dieser Vertonung mit Klaviertrio und strahlendem Tenor; Behles Partner sind die Mitglieder des Schnyder Trios. Und für viele Lieder des Programms hat Daniel Behle auch den Text geschrieben – das sind die persönlichsten Grüße an seine Heimatstadt.

Daniel Behle ist einer der vielseitigsten deutschen Tenöre und in Konzert, Lied und Oper gleichermaßen erfolgreich. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von barocken Meister-werken über klassische und roman-tische Stücke bis hin zu Komposi-tionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Seit er im Herbst 2010 unter René Jacobs Mozarts „Zauberflöte“ aufgenommen hat, vergleicht die Fachpresse ihn mit dem jungen Fritz Wunderlich.

Die 31. Niedersächsischen Musiktage widmen sich vom 2. September bis zum 1. Oktober dem Thema „Raum“. Intendantin Katrin Zagrosek hat ein Programm konzipiert, das zeigt, wie Musik Raumwahrnehmung verändern kann.

Daniel Behle und Schnyder Trio, Niedersächsische Musiktage, Mittwoch, 13. September, 19 Uhr, Speicher am Kaufhauskanal, Blohmstraße 22, Harburg, Eintritt 17 bis 22 Euro, Kartentelefon: 0800/456 65 40

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Harburg