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Winsen

Winsen feiert Brahms

Foto: Martin Teske / HA

Der Hamburger Komponist verbrachte mehrere Sommerferien an der Luhe.

Winsen.  Der Hamburger Komponist Johannes Brahms verbrachte als Jugendlicher einige Sommer in Winsen, zur Erholung und zur Kräftigung, wie es sein Vater verfügt hatte. Bis heute hat Brahms eine große Anhängerschaft, die nun zum vierten Mal die Winsener Brahmswoche, von Sonnabend, 19., bis Sonnabend, 26. August, ausrichtet.

Eröffnet wird die Brahmswoche am Sonnabend, 19. August: Die 1. Sinfonie von Johannes Brahms erklingt ab 19 Uhr in der St.-Marien-Kirche mit der Norddeutschen Philharmonie unter Leitung von Reinhard Gräler. Zuvor werden die Ouvertüre zu Mozarts „Zauberflöte“ und das Fagottkonzert von Carl-Maria von Weber gespielt.

Brahms war auch ein großartiger Liedkomponist. Diese Seite skizziert der romantische Liederabend am Sonntag, 20. August, ab 19 Uhr im Marstall mit Hanna Zumsande (Sopran) und Katharina Hinz (Klavier).

Das Bratschensextett Groningen, einziges derartiges festes Ensemble in Europa, bietet am Montag, 21. August, ab 19 Uhr in der katholischen Pfarrkirche Guter Hirt neben anderen Komponisten eigenwillige Arrangements der Ungarischen Tänze von Brahms. Die Gäste aus Groningen sind schon zum vierten Mal in Winsen zu Gast.

Das Klavier ist Brahms‘ Hauptinstrument, auch wenn er nur zwei große Klavierkonzerte geschrieben hat. Seine Klavierwerke teilen sich in zwei Phasen. In der ersten hatte er Beethovens Sonaten vor Augen, und nach den Paganini-Variationen schrieb er nur noch kleinere Stücke für Klavier. Aus beiden Phasen erklingen Kostproben. Reinhard Gräler und Martina Fromme sind am Dienstag, 22. August, um 19 Uhr im Marstall zu hören.

„Brahms in Italien“ – insgesamt neunmal zog es ihn dorthin, zumeist mit seinem Freund, dem Arzt Dr. Theodor Billroth. An die Italienreisen erinnert Jutta Fürst aus Hamburg mit ihrem Vortrag am Mittwoch, 23. August, 19 Uhr, im Marstall. Ein Ensemble der Musikschule Winsen übernimmt den musikalischen Part dieses Abends.

Kammermusik darf in der Brahms-Woche nicht fehlen. Das Ensemble „Die Goldene Tafel“ mit Dorothea Haarbeck (Klavier) ist am Donnerstag, 24. August, ab 19 Uhr im Marstall zu hören, und natürlich steht Brahms im Mittelpunkt.

Am Freitag, 25. August, 15 Uhr, steht eine Stadtführung zu jenen Orten auf dem Programm, die dem Komponisten in seiner Jugend wichtig wurden. Brahms im Kontext der Musikgeschichte präsentiert am Abend ab 19 Uhr der Goethe-Chor Hamburg unter Leitung von Kazuo Kanemaki. Das Chor-Ensemble bietet Madrigale und Lieder der unterschiedlichsten Epochen und Kulturen.

Brahms hatte einen trockenen Humor, konnte auch sich selbst auf die Schippe nehmen. Daran erinnert das Finale der Brahmswoche am Sonnabend, 26. August, 19 Uhr im Marstall. Zu Gast sind die „Spinnesänger“, eine A-cappella-Gruppe aus dem Harz.

Karten unter www.winsenbrahms.de, an der Abendkasse sowie im Vorverkauf in Winsen bei Luhe Reisen, Deichstraße 11, Tel. 04171/61031, Reiseservice Stender, Marktstraße 22-24, Tel. 04171/49 18, TUI ReiseCenter, Rathausstraße 38, Tel. 04171/29 10, in Maschen im Reise-Zentrum Mielck, Schulstraße 25, Tel. 04105/808 88, in Stelle bei Rcm Reise-Service, Harburger Straße 1, Tel. 04174/59 34 59 und in Lüneburg bei der LZ, Am Sande 16, Tel. 04131/40 44 44