Harburg

Busbeschleunigung gegen Abgase

Stickoxid-Werte an der Winsener Straße höher, als in Altona. Neue Liberale fragen nach

Harburg. In der Debatte um den Hamburger Luftreinhalteplan werden immer wieder hohe Schadstoffwerte aus Altona und Barmbek genannt. Dabei sind diese Belastungen an einigen Stellen in Harburg sogar noch höher, als beispielsweise an der Habichtstraße oder der Max-Brauer-Allee, sagen die Abgeordneten der Neuen Liberalen in der Harburger Bezirksversammlung. Sie hatten die Messwerte bei der Umweltbehörde erfragt.. „Besonders hoch ist die Belastung an der Winsener Straße, Hausnummern 11-21. Dort liegt der Messwert für Stickstoffdioxid bei 55,2 Mikrogramm pro Kubikmeter. An den Hot-Spots Habichtstraße und Max-Brauer-Allee sind es etwa 52 Mikrogramm“ sagt der Fraktionsvorsitzende der Neuen Liberalen, Kay Wolkau, „Im Gegensatz zu diesen Straßen wurden für die Winsener Straße jedoch keine lokal wirksamen Maßnahmen geprüft.“

In der Antwort auf die Anfrage der Neuen Liberalen wurde dies damit begründet, dass die Umweltbehörde erwartet, dass die Belastungen an der Winsener Straße auch mit allen bislang geplanten Maßnahmen bis 2025 im tolerablen Bereich liegen.

In einer weiteren Anfrage, die die Fraktion jetzt stellte, bezweifeln die Neuen Liberalen diese Aussage und fragen detailliert, wie die Werte sinken sollen. Einen Teil der Antwort erhalten die Abgeordneten ebenfalls schon in der Antwort auf die erste Anfrage: Das Hamburger Busbeschleunigungsprogramm kommt in Harburg an. Die Umweltbehörde schätzt, dass dadurch Busfahren so attraktiv wird, dass 300 bis 400 Harburger fortan ihr Auto stehen lassen.

Angst vor riesigen Baumaßnahmen müssen die Harburger dabei nicht haben, beruhigt Christoph Kreienbaum, Sprecher der Hamburger Hochbahn AG: „In Harburg haben wir viel Spielraum bei den Ampelschaltungen. Wenn wir die für Busse optimieren, gewinnen unsere Fahrer zehn Prozent.“

( xl )

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