Harburg
Heimfeld

Spielplatzgruppe Heimfeld muss schließen

Nurhan Akin (l.) und Reno Rückert betreuen die Kinder der Spielplatzgruppe nur noch bis zum Ende dieser Woche

Nurhan Akin (l.) und Reno Rückert betreuen die Kinder der Spielplatzgruppe nur noch bis zum Ende dieser Woche

Foto: Curly Sue Glander / HA

Geldmangel:Die beliebte Betreuung wird nur noch bis zum Ende des Monats angeboten – zum Abschied gibt es ein großes Fest.

Heimfeld.  Die seit fast 20 Jahren bestehende Spielplatzgruppe des Margaretenhorts Heimfeld muss Ende Juni schließen. Grund dafür, dass das Angebot für Kinder von 15 Monaten bis drei Jahren beendet wird, ist die nicht zu schließende finanzielle Lücke.

Die Gruppe, 1998 aus einer Elterninitiative entstanden, sucht schon seit längerer Zeit nach einer Übergangslösung und Möglichkeiten für die Weiterführung. Trotz aller Bemühungen erhält die Spielplatzgruppe keine finanzielle Unterstützung vom Bezirk, da Kita-Angebote für Kinder ab einem Jahr kostenlos sind. Doch die Wartelisten für die Kitaplätze sind lang und ein konkretes Alternativangebot existiert bisher nicht.

Bereits 2015 hat der Jugendhilfeausschuss weitere Finanzierungen abgelehnt und ausreichend Spenden gibt es nicht mehr. Auch die Idee, die Spielplatzgruppe zu einer Tages-Kita zu verändern, schlug fehl: „Dafür müsste das Treffpunkthaus umgebaut werden und das ist nicht möglich“, sagt Reno Rückert, Gruppenleiterin der Spielplatzgruppe. Der monatliche Beitrag der Eltern reichte nicht aus, um die Spielplatzgruppe zu finanzieren.

„Dass die Spielplatzgruppe beendet wird, ist ein Verlust für Eltern und Kinder“, sagt Nurhan Akin, die seit Beginn als Betreuerin der Gruppe arbeitet. Die Gruppe bot nicht nur die Möglichkeit einer Eingewöhnung der Kleinen in das Leben ohne ständige Betreuung durch die Eltern sondern auch einen einfachen Einstieg für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, da stets auf Sprache und verschiedene Kulturen geachtet wurde.

Und auch das Angebot war breit gefächert. Es wurde regelmäßig gebastelt, gespielt und Ausflüge gemacht wurden. Eltern und Kinder waren von der Spielplatzgruppe begeistert, so dass sich die wöchentliche Spielzeit von zwei Tagen auf vier Tage erhöht hat. In dieser Zeit haben die 24 Kinder in zwei Gruppen miteinander gespielt. „Die Nachfrage nach der Spielplatzgruppe war groß“, sagt Reno Rückert, denn nicht nur die Kitas haben eine Warteliste.

Auch die Spielplatzgruppe hat Anfragen bekommen, die nicht sofort angenommen werden konnten. Besonders für Eltern war das Angebot hilfreich, weil den Betreuerinnen eine intensive Eltern-Kind-Arbeit wichtig ist, zu der Beratung und Unterstützung für die erste „Elternfreie Zeit“ des Kindes in der Spielplatzgruppe gehörte.

Dass die Gruppe schließen wird, wurde nach vielen Überlegungen Ende letzten Jahres entschieden. Bevor die Spielplatzgruppe geschlossen wird, soll ein Abschiedsfest gefeiert werde. Dazu werden Familien, Mitarbeiter, Unterstützer, Freunde der Spielplatzgruppe und Interessierte am Freitag, 7. Juli, um 16 Uhr in der Friedrich-Naumann-Straße 9 zu einem Fest mit buntem Programm eingeladen.

Es wird ein spielerisches Angebot und ein kleines Buffet geben, für das Essensspenden erwünscht sind. Geplant ist ein buntes Fest zu Ehren der Spielplatzgruppe Heimfeld.