Harburg
Jubiläum

Kirchengemeinde Ramelsloh feiert 333-jähriges Bestehen

Musste nach dem Festgottesdienst in der Stiftskirche viele Hände schütteln: Landesbischof Ralf Meister

Musste nach dem Festgottesdienst in der Stiftskirche viele Hände schütteln: Landesbischof Ralf Meister

Foto: Lutz Kastendieck / HA

Die Predigt beim Festgottesdienst in der Stiftskirche hielt Landesbischof Ralf Meister. Ansgarfest lockte mit vielen Attraktionen

Ramelsloh.  Mit einem Festgottesdienst feierte die evangelische Kirchengemeinde Ramelsloh St. Sixtus und St. Sinnitius am Sonntag ihr 333-jähriges Bestehen. „Mitten im Reformationssommer 2017 mit einem halben Jahrtausend Reformation in Deutschland können wir zugleich auf ein drittel Jahrtausend Kirchengemeinde in Ramelsloh zurückblicken, das ist schon ein außergewöhnliches Jubiläum“, sagte Pastor Hans-Georg Wieberneit voller Stolz.

Besondere Ehre wurde der Gemeinde durch den Besuch des Landesbischofs Ralf Meister zuteil, der in der Stiftskirche die Predigt hielt. Nach dem Festgottesdienst schüttelte Meister vor dem altehrwürdigen Gotteshaus gemeinsam mit Wieberneit jedem einzelnen Besucher die Hand.

Der Gemeindepastor äußerte auch große Freude darüber, dass die notwendigen Bauarbeiten am Kirchturm rechtzeitig beendet worden waren und das Gerüst noch vor dem großen Fest abgebaut worden ist. Zwei Jahre hatte die Sanierung gedauert, weil das Mauerwerk wegen einer Silikatbehandlung vor etwa dreißig Jahren nicht so ohne weiteres ausgebessert werden konnte.

Kirche war bis 1684 nur Domherren vorbehalten

Die Klosterkammer Hannover habe die Renovierung aber mit großem Sachverstand und äußerst behutsam betrieben und sei als Eigentümerin der Kirche auch für sämtliche Kosten aufgekommen, so Wieberneit.

In diesem Zusammenhang erinnerte der Gemeindepastor auch noch einmal daran, dass es zwar seit dem 9. Jahrhundert eine Kirche in Ramelsloh gegeben habe. Die Dorfbewohner zu jener Zeit aber stets nach Pattensen zum Gottesdienst gehen mussten, weil die Kirche einem Männerstift gehörte und nur den Domherren offenstand. Erst 1684 war sie dann auch für die Dorfbevölkerung geöffnet worden.

Am Sonntagnachmittag gingen die Feierlichkeiten dann mit der vierten Auflage des Ansgarfestes auf dem Domplatz weiter. Hieran beteiligten sich auch zahlreiche Vereine aus Ramelsloh und Ohlendorf mit „römischen Streitwagen“, Kletterfelsen, Torwandschießen, Liederraten, einer großen Tombola und vielem mehr.