Harburg
Winsen

Landkreis soll Zahlen zu den Gefahren durch Wölfe liefern

Winsen. Die CDU-Kreistagsfraktion will es jetzt genau wissen. Nicht nur das „Mahnfeuer der Weidetierhalter“ Mitte Mai hätte der Fraktion gezeigt, welche Aufmerksamkeit die Wolfssichtungen im Kreis Harburg erzeugten, teilte die CDU mit. Zudem werde fast täglich von Sichtungen und Rissen von Weidetieren berichtet. Um die Lage sachgerecht zu beurteilen und möglicherweise Schritte einzuleiten, hat die Partei nun mit der Wählergemeinschaft eine Liste von Fragen für den nächsten Kreis-Umweltausschuss zusammengestellt. Weidetierhalter im Kreis wenden sich derzeit gegen die uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfes und wollen die Mahnfeuer jeden zweiten Freitag im Monat wiederholen.

CDU-Fraktionschef Hans-Heinrich Aldag und Kay Wichmann von der Wählergemeinschaft (WG) wollen von der Kreisverwaltung nun Antworten auf ihre Fragen. Sie wollen wissen:

• Wie hat sich die Zahl der Wolfssichtungen im Kreis Harburg in den vergangenen fünf Jahren entwickelt?

• Wo wurden Sichtungen gemeldet?

• Um wie viele verschiedene Individuen handelt es sich und aus welchem Rudel stammen sie?

• Wie viele Tierrisse aus welchen Tierarten gab es in den vergangenen drei Jahren und wie hoch war dabei der Anteil der nachweislich durch einen Wolf verursachten Risse?

• Wie viele der von einem Riss geschädigten Tierhalter erhielten eine Entschädigung und welche Maßnahmen empfiehlt der Kreis den Weidetierhaltern zum Schutz ihrer Tiere?

Der Kreis-Umweltausschuss tagt zum nächsten Mal am 7. Juni im Kreishaus in Winsen.