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Heimfeld

Auf der A 7 droht ein Sommer der Staus

Stau auf der A 7 in Höhe der Anschlussstelle Heimfeld: Auch in diesem Sommer wird es in Richtung Norden eng werden

Stau auf der A 7 in Höhe der Anschlussstelle Heimfeld: Auch in diesem Sommer wird es in Richtung Norden eng werden

Foto: André Zand-Vakili

Fahrbahn zwischen der Ehestorfer-Weg-Brücke und Heimfeld wird saniert. Anschlusstelle wird gesperrt, Richtung Norden wird es eng auf der Autobahn.

Heimfeld.  Auf insgesamt 2,6 Kilometern, zwischen der Anschlussstelle Heimfeld und der Brücke des Ehestorfer Wegs, muss die Fahrbahn der A 7 in Richtung Hannover erneuert werden. Das gab die Wirtschaftsbehörde gestern bekannt. Im Zuge der Straßenbauarbeiten werden neue Entwässerungsanlagen eingerichtet und an drei Brückenbauwerken Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Während der gesamten Bauzeit bleibt eine dreispurige Verkehrsführung in Richtung Hannover/Bremen gewährleistet. Doch: In Richtung Flensburg wird die A 7 bis Ende September von drei auf zwei Fahrspuren verengt. Während der Sanierungsarbeiten wird es laut Behörde zu temporären und auch längerfristigen Sperrungen an der Anschlussstelle Heimfeld kommen.

Ab Sonntag, 7. Mai, wird auf der A 7 zwischen der Anschlussstelle Moorburg und dem Dreieck Hamburg-Südwest in beiden Fahrtrichtungen der dritte Fahrstreifen gesperrt. Bis einschließlich 19. Mai werden auf einer Länge von 4,3 Kilometern drei Mittelstreifenüberfahrten errichtet.

Die Überfahrten sind für die Verschwenkung des Verkehrs auf die Richtungsfahrbahn Nord während der Bauzeit erforderlich. Um den Berufs- und Wochenendverkehr zu entlasten, werden diese Arbeiten ausschließlich nachts in der Zeit von 20 bis 5 Uhr durchgeführt. Tagsüber bleiben alle drei Spuren erhalten.

Am Wochenende 19. bis 21. Mai wird eine Verkehrsführung eingerichtet, die Platz für das Baufeld auf der gen Süden führenden Fahrbahn schaffen soll. Es werden dafür drei Fahrstreifen in Fahrtrichtung Süd und zwei Fahrstreifen Richtung Nord auf der Richtungsfahrbahn nach Flensburg hergestellt.

Während der Umbauarbeiten wird zeitweilig nur ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Ab Freitag, 19. Mai, gegen 19 Uhr erfolgt die Sperrung der Zu- und Ausfahrtrampen der Anschlussstelle Heimfeld in Richtung Hannover/Bremen. Ab Montag, 7. August, wird die Ausfahrt Heimfeld in Richtung Hannover/Bremen wieder freigegeben. Die Ausfahrt in Richtung Norden bleibt über die gesamte Bauzeit geöffnet.

Beide Auffahrten auf die A 7 bleiben bis zum 25. September gesperrt. Nutzer der Anschlussstelle Heimfeld müssen über die Anschlussstelle Moorburg ausweichen. Eine Umleitung wird ausgeschildert.

Am Wochenende vom 22. bis 24. September wird die verschwenkte Fahrbahnführung zu einer zeitweiligen einspurigen Verkehrsführung in beiden Fahrtrichtungen zwischen der Anschlussstelle Moorburg bis zum Dreieck Hamburg-Südwest. Ab Montag, 25. September, ist die A 7 am Tag wieder sechsstreifig befahrbar. Nachts erfolgen bis zum 2. Oktober Restarbeiten und der letzte Rückbau der Verkehrsführung.

Die Behörde weist darauf hin, dass sämtliche Arbeiten witterungsabhängig sind. Es könne also zu Verschiebungen der genannten Termine kommen. Der zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) wird bei Abweichungen vom Zeitplans rechtzeitig über die genaue Führung des Verkehrs auf den betroffenen Streckenabschnitten sowie zu Umleitungsstrecken informieren und Ausweichempfehlungen geben. Der LSBG bittet alle Betroffenen um Verständnis für die zu erwartenden Beeinträchtigungen.

Die bereits einmal verschobene Fahrbahnsanierung auf der A7 in Fahrtrichtung Norden bringt unterdessen die Opposition im Hamburger Rathaus auf die Palme. Aus Sicht der CDU stehe diese abermalige Verschiebung sinnbildlich für das Unvermögen des rot-grünen Senats, die Baustellenplanung grundlegend zu verbessern. Dennis Thering, verkehrspolitischer Sprecher: „Baustellenplanung ist kein Hexenwerk. Doch selbst an einer verhältnismäßig kleinen Maßnahme wie der Fahrbahnsanierung zwischen Heimfeld und Moorburg verzweifelt dieser Senat und mit ihm tausende Verkehrsteilnehmer.“

Einmal mehr entpuppe sich die groß angekündigte ‚Stabsstelle für Verkehrs- und Baustellenkoordination‘ als PR-Gag. Erst im vergangenen Herbst habe die desolate Baustellenplanung der Verkehrsbehörde für ein Stauchaos von historischem Ausmaß gesorgt.

Weitere Baustellen

Reichsstraße Das größte laufende Straßenbauprojekt im Hamburger Süden ist die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße. Dafür ist seit Oktober an der Abfahrt Wilhelmsburg-Süd die Brücke über die Kornweide gesperrt. Bis zur Freigabe der neben die Bahntrassen verlegten Reichsstraße gibt es statt dessen eine ebenerdige Kreuzung mit Ampeln, die den Verkehrsfluss auf der B 75 unterbrechen.


Autofahrer, die von Norden kommen und Richtung Stillhorn fahren wollen, sollten bereits an der Anschlussstelle Mengestraße/Neuenfelder Straße von der Wilhelmsburger Reichsstraße abfahren und die Otto-Brenner-Straße nutzen. Aus Süden empfiehlt sich eine Alternativroute von der Abfahrt HH-Neuland über Finkenriek oder direkt über die A1.

Die Neuländer Straße zwischen Hannoverscher Straße und Nartenstraße wird voraussichtlich bis Juni 2019 als Einbahnstraße Richtung Binnenhafen geführt. Diese Maßnahme soll die Umleitungsstrecken der Reichsstraßen- Bauarbeiten entlasten.

Die Köhlbrandbrücke wird voraussichtlich vom 28. April, 20 Uhr, bis zum 1. Mai, 4 Uhr, komplett gesperrt – der Grund: Brückenbauarbeiten.

Für die A26-Ost läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren des ersten Abschnitts.Anfang der Woche endete die offizielle Einspruchsfrist. Mehr als 1000 Einwendungen von Bürgern hat es dabei nach Angaben der Verkehrsbehörde gegeben.