Lüneburg/Hannover

Politik: IHK-Fusion „falsches Signal“

Kammer „einigermaßen entsetzt“ über Votum gegen Zusammenschluss-Pläne

Lüneburg/Hannover. Die Überlegungen über eine Fusion der IHK Lüneburg-Wolfsburg mit der IHK Braunschweig stoßen parteiübergreifend auf Widerstand. Abgeordnete von CDU, FDP, Grünen und SPD aus der südlichen Hamburger Metropolregion sehen in den Planungen ein falsches Signal. Diese führten „definitiv nicht zur Stärkung der Region“ gegenüber Hamburg, meint der Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke (CDU). Schon heute bildeten die Kreise der Metropolregion einen Wirtschaftsraum, argumentieren die Politiker in einer gemeinsamen Mitteilung. Daher solle die IHK Stade in die Diskussion eingebunden werden.

Das Votum der Landtagsabgeordneten kommt in Lüneburg nicht gut an. „Wir sind einigermaßen entsetzt, dass bis auf eine einzige Ausnahme niemand aktiv das Gespräch mit uns sucht, Fakten erfragt und unsere Argumente hört“, sagt Olaf Kahle, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg. So hätten sowohl das Präsidium als auch die Vollversammlung der IHK Stade Gespräche zur Fusion abgelehnt. „Wir möchten nun mit- statt übereinander reden und haben die Abgeordneten zu einem Parlamentarischen Frühstück Anfang April in Hannover eingeladen“

Die Vollversammlung der IHK Lüneburg-Wolfsburg hat die Sondierungsgespräche mit Braunschweig zunächst gestoppt. Eine interne Arbeitsgruppe zu dem Thema tritt am 26. April erstmals zusammen und soll ihre Arbeit bis zum September abschließen.