Harburg
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Nachts wird weiter schnell gefahren

Auf der Winsener Straße wird das nächtliche Tempolimit ignoriert

Auf der Winsener Straße wird das nächtliche Tempolimit ignoriert

Foto: Lars Hansen

Die SPD des Stadtteils fordert Maßnahmen, um nächtliche Tempolimits wirksam zu machen.

Harburg.  Die Harburger SPD möchte erreichen, dass die nächtlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Moorstraße und auf der Winsener Straße besser eingehalten werden. Sie fordern Dialoganzeigen an den Straßen, um eilige Autofahrer zur Mäßigung zu bewegen.

Die nächtlichen Tempolimits von 30 km/h wurden als Pilotprojekt im Rahmen des Hamburger Lärmaktionsplans von der Behörde für Umwelt und Energie angeordnet. Sie gelten von 22 bis 6 Uhr in der gesamten Moorstraße und dem Teilstück der Winsener Straße zwischen Hohe Straße und Jägerstraße. Regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen mit Blitzgeräten und anschließenden Geldbußen sind in den Jahren danach allerdings unterblieben.

Es fanden lediglich Geschwindigkeits- und Lärmmessungen statt, um die Maßnahme auf ihre Wirksamkeit hin zu prüfen. „Dabei wurde festgestellt, dass auf der Winsener Straße durchschnittlich immer noch erhöhte Geschwindigkeit von 48 km/h gefahren wird. Auf der Moorstraße ist die Geschwindigkeit im Gegensatz zu vorher sogar noch angestiegen“, schreibt die SPD-Bezirksabgeordnete Katharina Gajewski in der Antragsbegründung.

Mit diesem Problem scheint Harburg nicht allein zu sein: Zur Einhaltung der nächtlichen Höchstgeschwindigkeiten soll es hamburgweit zehn neue Dialog-Displays geben. „Mit diesen Anzeigen soll erreicht werden, dass die nächtlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen besser wahrgenommen werden“, schreibt Gajewski, „bisher sind aber keine in Harburg geplant. Das soll das Bezirksamt ändern.“