Harburg
Baupläne

Harburg: Neuer Investor kauft Neuländer Quarree

Projektentwickler Thorsten Wiehe, Inhaber der Hamburger "Goldwert Gruppe". Ansicht des künftigen Marriott Hotels in Harburg

Projektentwickler Thorsten Wiehe, Inhaber der Hamburger "Goldwert Gruppe". Ansicht des künftigen Marriott Hotels in Harburg

Foto: Goldwert Gruppe, WGK Planungsgesellschaft, LH Architekten

Gläubiger-Versammlung votiert für Immobilien-Unternehmen CG-Gruppe. Es übernimmt die bisherige Planung

Harburg.  Das Bauprojekt Neuländer Quarree an der Ecke Hannoversche Straße/Neuländer Straße nimmt einen zweiten Anlauf zur Realisierung: Nachdem gegen den ersten Investor und Projektentwickler Thorsten Wiehe im Frühjahr 2016 ein Insolvenzverfahren eröffnet worden war, stimmte am Dienstag die Gläubigerversammlung mehrheitlich für den Verkauf des 45.000 Quadratmeter großen Grundstücks an das Immobilien-Unternehmen CG-Gruppe.

Die CG-Gruppe hatte bereits im Sommer 2016 Interesse an der prominenten Brachfläche gezeigt, deren Bebauung bereits in Abstimmung mit dem Bezirk weitgehend geplant ist. Der Interessent sicherte einen Kaufpreis zu, der die Gläubiger befriedigt und zudem dafür sorgt, dass die Gesellschafter ihre Einlagen zu 100 Prozent zurück bekommen – „das ist im Rahmen von Insolvenzverfahren sehr selten“, betont Jens Funck, der in Hamburg die CG Gruppe vertritt. Sie hat ihren Hauptsitz in Berlin.

Das großzügige Kaufangebot eines potenten Immobilien-Unternehmens überzeugte am Dienstag offenbar die meisten Gläubiger. Sie hatten die Wahl, denn der Insolvenzverwalter Gideon Böhm präsentierte noch einen zweiten Kaufinteressenten.

Die CG-Gruppe will nun möglichst zügig das fast bis zur Baureife entwickelte Projekt realisieren. Am Eingang zum Binnenhafen, gegenüber der denkmalgeschützten Fassade der ehemaligen New Yorker Hamburger Gummi-Waaren Compagnie, sollen fünf Bauabschnitte emporwachsen: allgemeine Wohnungen, welche für Studenten und Senioren, ein Parkhaus, ein Hotel- und ein weiterer Gewerbekomplex.

Die CG-Gruppe plane, das städtebauliche Erscheinungsbild des Baukomplexes nicht mehr zu verändern, so Funck, schließlich seien für die Straßenansichten bereits Fassadenwettbewerbe durchgeführt worden. Vielleicht werden noch einige Grundrisse geändert und „der Gewerberiegel ein bisschen attraktiver gestaltet“, so Funck.

Er wird nun in Absprache mit dem Bezirk in die Detailplanung einsteigen und mit potenziellen Nutzern vor allem der entstehenden Gewerberäume Kontakt aufnehmen, um den jahrelangen Stillstand zu beenden.