Harburg
Entsorgung

An Harburgs Straßen stehen fast 400 Schrottautos

Vor allem an der "Schraubermeile" kurz vor den Elbbrücken stehen viele abgemeldete Autos

Vor allem an der "Schraubermeile" kurz vor den Elbbrücken stehen viele abgemeldete Autos

Foto: Lars Hansen / xl

Entsorgung der Schrottautos in Harburg kostete 2016 gut 5000 Euro. Doch der Bezirkt hatte in dem Bereich deutlich höhere Einnahmen.

Harburg.  Im Jahr 2016 gammelten an Harburgs Fahrbahnrändern 397 Schrottautos vor sich hin. Das geht aus einer Antwort des Bezirksamts auf eine Schriftliche Anfrage der CDU-Bezirksfraktion hervor. Das Bezirksamt stellt auch dar, was aus diesen Autos geworden ist. Lediglich ein Zehntel davon musste im Auftrag der Öffentlichkeit abgeschleppt werden.

In 360 Fällen konnte durch Aufforderungen erreicht werden, dass die „unbefugt abgestellten Fahrzeuge“, sprich: Autos, die nicht mehr zugelassen oder fahrtüchtig waren, durch die Verursacher beseitigt wurden. Bei 37 Fahrzeugen musste das Bezirksamt die Beseitigung veranlassen.

Durch das Abschleppen der Fahrzeuge entstanden Kosten in Höhe von 5063 Euro. In 31 Fällen unbefugt abgestellter Fahrzeuge konnten die Verursacher ermittelt und zur Kostenerstattung herangezogen werden. Die verbliebenen sechs Wagen hatten ausländische Zulassungen, so dass eventuelle Halterdaten nicht ermittelt werden konnten.

Im Jahr 2016 wurden für unbefugt abgestellte Fahrzeuge 17.566 Euro Erlöse durch Bußgelder und Kostenerstattung erzielt. Diese Einnahmen beziehen sich allerdings nicht explizit auf die 2016 festgestellten Fahrzeuge. darin enthalten sind auch Erlöse für Feststellungen aus 2015, die erst 2016 auf den Konten der Stadt eingingen. Ebenso fehlen darin die Beträge, die aus Vorgängen im Jahr 2016 herrühren, aber bis Jahresende nicht gezahlt wurden.

Etwa die Hälfte aller festgestellten unbefugt abgestellten Fahrzeuge befanden sich im Bereich der Harburger

„Schraubermeile“ an der Hannoverschen Straße, sowie in den Straßen Marschwinkel und Martin-Leuschel-Ring, ebenfalls in unmittelbarer Nähe von Kfz- und Selbsthilfewerkstätten.

In den 31 Fällen, in denen das Bezirksamt die Fahrzeuge entfernen ließ und in denen die Halter ermittelt werden konnten, wurden Bußgelder verhängt. In 25 Fällen wurde gezahlt; in den anderen Fällen laufen noch die Mahnverfahren. Von den selbst entfernten Fahrzeugen wurden in 164 Fällen die Halterdaten ermittelt und Bußgeldverfahren eingeleitet. Davon wurden 68 Bußgelder gezahlt. In 53 Fällen laufen noch die Mahnverfahren. In den anderen Fällen waren entweder die Halter unbekannt verzogen, oder das Fahrzeug ist verkauft worden oder es war doch noch zugelassen. Außerdem haben Bezirksmitarbeiter im letzten Jahr 96 „Schrottfahrräder“ festgestellt. Dies ist eine deutlich höhere Anzahl als in den Vorjahren (30 – 40).

Halterermittlungen bei Fahrrädern werden nicht durchgeführt. Schwerpunkte, an denen sich Schrotträder im Bezirk finden, gibt es nicht. Sämtliche Schrottfahrräder wurden im Auftrag des Bezirks von der Stadtreinigung entfernt. Direkte Kosten für das Entfernen von Schrottfahrrädern entstehen dem Bezirk nicht.