Harburg
Theater in Meckelfeld

Dr. Jekyll und Fräulein Hyde treffen auf Zombies

Die Theater AG des Gymnasiums Meckelfeld inszeniert das Stück "Doktor Jekyll und Fräulein Hyde als turbulentes Verwandlungsspiel

Die Theater AG des Gymnasiums Meckelfeld inszeniert das Stück "Doktor Jekyll und Fräulein Hyde als turbulentes Verwandlungsspiel

Foto: Thomas Sulzyc

Die Theater-AG des Gymnasiums Meckelfeld bringt das berühmte Doppelgänger-Motiv überraschend neu auf die Bühne.

meckelfeld.  Mit Hilfe eines selbst gebrauten Elixiers gelingt es Dr. Jekyll, seine Identität zu wechseln und sein zweites, böses Ich hervorzubringen. Bis dahin erinnert alles an den berühmten Horror- und Kriminalklassiker „Die seltsame Geschichte des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ von Robert Louis Stevenson (1850 bis 1894).

Was der Autor Matthias Hahn in seiner Adaption des weltbekannten Doppelgänger-Motivs frei nach Stevenson daraus macht, ist eine von dem viktorianischen und Freudschen Überbau entschlackte turbulente Verwandlungs-Kriminalkomödie, die auch vor Transgender-Debatte und Zombies nicht haltmacht. Die Theater AG des Gymnasiums Meckelfeld zeigt das Stück „Dr. Jekyll und Fräulein Hyde“ in der Regie von Hartmut Klose.

Die Neuinterpretation treibt die persönlichkeitsverändernde Nebenwirkung auf die Spitze: Dr Jekyll verwandelt sich in eine Frau, die unter seinen Freunden, Feinden und Verwandten für Verwirrung sorgt. Die Geschlechterwandlung löst sein neues Dienstmädchen Missi aus, die aus Versehen den Wundertrank verunreinigt.

Bezieht der Klassiker seine Spannung aus dem inneren Konflikt, wenn Seele und Körper entkoppelt sind, setzt die Adaption wie in einem Fantasy-Spektakel auf die unwahrscheinlichsten Konfrontationen: Der berühmte Serienmörder Jack The Ripper taucht in der Handlung auf. Ein Werwolf kämpft – als Schattenspiel in der typisch britischen Telefonzelle inszeniert – mit einem Untoten.

Keine Figur bleibt von dem Verwandlungsspiel verschont: Eine prüde Haushälterin gibt den Vamp, und Schürzenjäger Lord Carey stellt plötzlich dem Doktor nach.

Das Schauspiel am Gymnasium Meckelfeld hat Tradition. Angefangen hat alles im Dezember 1981 mit der Aufführung von Weihnachtsgeschichten. Oft standen Klassiker auf dem Spielplan: Antoine Saint-Exupéry, Max Frisch und immer wieder Shakespeare.

Donnerstag, 23. , und Freitag, 24. Februar, jeweils 19.30 Uhr, Gymnasium Meckelfeld Appenstedter Weg 100, Eintritt: drei Euro