Stade

Musikalische Verwandtschaften

Das Philharmonisches Orchester Bremerhaven unter der Leitung von GeneralmusikdirektorMarc Niemann

Das Philharmonisches Orchester Bremerhaven unter der Leitung von GeneralmusikdirektorMarc Niemann

Foto: Manja Herrmann / HA

Philharmonisches Orchester Bremerhaven spielt Werke von Brahms und dessen Freund Dohnányi.

Stade.  Da es derzeit ohnehin aussichtslos ist, für die Elbphilharmonie Karten zu bekommen, ist es ratsam, sich nach einer Alternative umzuschauen. Hier ist sie: Beim 4. Sinfoniekonzert dieser Saison ist am Mittwoch das Philharmonische Orchester Bremerhaven unter der Leitung von Generalmusikdirektor Marc Niemann im Stadeum zu Gast.

Unter dem Motto „Musikalische Verwandtschaften“ stehen das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll op. 5 von Ernst von Dohnányi und die Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 von Johannes Brahms auf dem Programm. Klaviersolistin ist die junge russische Pianistin Sofja Gülbadamova.

Im ersten Klavierkonzert des ungarischen Komponisten Ernö vom Dohnányi kann das Publikum den Spuren seines Förderers Johannes Brahms nachspüren. Dohnányi war einer der herausragenden Klaviervirtuosen des beginnenden 20. Jahrhunderts und schrieb sein mit dem „Bösendorfer-Preis“ im Jahr 1898 ausgezeichnetes Klavierkonzert Nr. 1 op. 5 im Alter von 21 Jahren.

In diesem Jugendwerk zeigt sich seine stilistische Verbundenheit mit Brahms. Im zweiten Teil erklingt die 4. Sinfonie von Johannes Brahms, die eines seiner Meisterwerke ist. Während sie von Brahms einer Freundin gegenüber als „Kirsche, die nicht süß werden will“ bezeichnet wurde, ist ihre formale und künstlerische Einzigartigkeit mittlerweile unbestritten.

Die musikalische Leitung des Abends obliegt Marc Niemann, der seit 2014 Generalmusikdirektor des Stadttheaters Bremerhaven ist. Sofja Gülbadamova begann ihre Ausbildung im Alter von fünf Jahren am Gnessin-Institut in Moskau. Sie setzte ihr Studium bei Prof. James Tocco an der Musikhochschule Lübeck sowie in Paris fort.

Nach zahlreichen Konzerten mit bedeutenden Orchestern wie der Staatskapelle Weimar, dem Symphonieorchester des Staatlichen Rundfunks und Fernsehens Russlands, der Cappella Istropolitana und der Polnischen Kammerphilharmonie tritt sie nun erstmals gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Bremerhaven auf.

Das Orchester ist seit über 100 Jahren aus dem kulturellen Leben der Stadt und der Region nicht wegzudenken. Die Musiker begeistern ihr Publikum in Sinfonie-, Sonder- und Kammerkonzerten ebenso wie im Orchestergraben des Stadttheaters Bremer-haven. Dabei reicht das Repertoire von der Musik des 18. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Musik.

Mittwoch, 22. Februar, 19.45 Uhr, Stadeum, Karten von 21,85 bis 42,20 unter 04141/40 91 40 und www.stadeum.de