Harburg
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Horst Evers und sein kategorischer Imperativ

Horst Evers kommt

Horst Evers kommt

Foto: Hans G. Gaul / HA

Lesung mit Bühnenshow im Harburger Theater über die Absurditäten des Alltags.

Harburg.  Wie gut, dass sich wenigstens einer auskennt: „Der kategorische Imperativ ist keine Stellung beim Sex“, betont Horst Evers in seinem Programm über Anstand und Moral (mit dem Hinweis: jetzt aber auch ohne übertriebene Berücksichtigung derselben). Es ist am Mittwoch, 22. Februar, im Harburger Theater live zu erleben.

Horst Evers gilt als „Meister des Absurden im Alltäglichen“, und wenn er mit den Widrigkeiten eben dieses Alltags zu kämpfen hat, erkennt sich wohl jeder früher oder später darin wieder. Nun präsentiert er frische Geschichten direkt vom Erzeuger rund um die Themen Anstand, Moral und was man so dafür oder auch davon hält. Hier und anderswo.

Auf der Bühne liest, ruft, dröhnt, zischt und wummert Horst Evers seine Geschichten heraus, dass es nur so eine Art hat. Es ist sehr viel drin in diesem Abend, wie immer verpackt in vielen kleinen, harmlos beginnenden Erzählungen. Vor allem aber ist es ein grandioser Spaß. Für das Publikum, genauso wie für Horst Evers selbst.

Seine Bühnenshows sind Legende, seine paillettierten Roben, seine ausladenden Hüte, die reich verzierten Brillen, die atemberaubend hohen Schuhe, sein ausgefeiltes Klavierspiel, die bravourösen Tanzeinlagen, allesamt choreografische Spitzenleistungen.

Das Effektfeuerwerk, das seine Auftritte regelmäßig begleitet, macht in eindrucksvoller Weise deutlich, was Pyrotechnik heute in geschlossenen Räumen zu leisten imstande ist und lässt nicht selten die Nachbarschaft des jeweiligen Theaters glauben, der Verteidigungsfall sei eingetreten.

Doch immer wieder einmal besinnt er sich darauf, wie alles anfing, damals. In den späten 80ern der 90er-Jahre. Irgendwo in Berlin. Eine Bühne. Ein Mann. Ein Text. Mehr hat es eigentlich noch nie gebraucht. Dann kommt der ganze Rest von selbst.

Mittwoch, 22. Februar., 20 Uhr, Harburger Theater, Museumsplatz 2,
Karten zu 20 Euro (zuzüglich Gebühr) an allen bekannten Vorverkaufsstellen (Theaterkasse im Phoenix-Center, SEZ-Theaterkasse, Theaterkasse im Helms-Museum, Leichers Buchhandlung, Meyerstraße 1 in Heimfeld) und unter www.ticketmaster.de sowie an der Abendkasse