Harburg
Buchholz

Comedian Alfons bekommt Ärger mit Chanel

Foto: KüsterCom / HA

Warum der beliebte französische Comedien sein Programm "Das Geheimnis meiner Schönheit" nicht „No. 5“ genannt hat.

Buchholz.  Unser aller Lieblings-Franzose kommt wieder in die Empore und hat sein neues Programm dabei. Die Namensfindung dafür war jedoch gar nicht so einfach. „Eigentlich wollte ich mein fünftes Programm einfach „No. 5“ nennen“, sagt Alfons und zupft stirnrunzelnd an seiner orangefarbenen Trainingsjacke. „Aber das wollten die von Chanel nicht. Und deren Anwälte sind verdammt streng – naja, dafür riechen die immerhin sehr gut.“

Aber wozu die Haarspalterei, Werbung bleibt Werbung! Dort ein Plakat mit bildhübschem Topmodel, hier eines mit Alfons‘ Konterfei, beide versehen mit dem schlichten Schriftzug „No. 5“ – wo ist der Unterschied? „Tja“, haben die von Chanel gesagt „weißt du, Alfons, natürlich bist du auch schön, aber deine Schönheit... die sieht man nicht. Die ist eher geheim.“ „Bon“, dachte ich, „wie gut, dass wir miteinander gesprochen haben: Das Geheimnis meiner Schönheit – dieser Titel ist doch noch viel besser!“ Stimmt. Schließlich könnte er besser nicht passen zu der Geschichte, die Alfons diesmal auf der Bühne erzählt.

In „Das Geheimnis meiner Schönheit“ widmet sich Alfons philosophisch den tiefschürfenden Fragen des Lebens: Mit journalistischer Akribie ergründet er das Verhältnis von Mensch, Natur und den Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn. Und er erläutert auf erhellende Weise den Zusammenhang zwischen Katholizismus und der nackten Rückansicht einer gewissen Fanny.

"Werde, wer du bist"

Vor allem aber erzählt er die Geschichte des kleinen Alfons, der von seiner Mutter für zwei ganze Monate auf einen Bauernhof verbannt wird – raus aus Paris, rein in die tiefste Einsamkeit der Provence, der gesunden Luft wegen. Zum Glück findet er dort nicht nur die erwartete Tristesse, sondern auch Augustin. Und beim allabendlichen Sternegucken sprechen der alte Bauer und der neunjährige Großstadtjunge über die kleinen und großen Fragen des Universums. Und über Nietzsche.

„Ich kannte diesen Nietzsche nicht, aber ich habe mir schon gedacht, das wird irgendein Bauer aus dem Nachbardorf sein. Augustin hat immer gesagt, ‚werde, wer du bist, dann bist du automatisch schön.‘ Und es ist doch toll, dass ich meinem Publikum so eine Botschaft mit nach Hause geben kann! Also, für Sie als Tipp: Werde, wer du bist, und du bist schön! Und für alle anderen gibt es die Produkte von Chanel.“

Montag, 20. Februar, 20 Uhr, Empore Buchholz, Karten ab 21,90 Euro unter 04181/287878 und www.empore-buchholz.de