Harburg
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Frauenfiguren aus der Steinzeit und die Geschichten dahinter

Harburg. Passend zu der Sonderausstellung „EisZeiten“ haben das Archäologische Museum Hamburg und das Museum für Völkerkunde Hamburg eine besondere Vortragsreihe zusammengestellt. Archäologen, Historiker, Volkskundler, Geologen und Restauratoren berichten über ihre aktuellen Forschungen zur frühesten Menschheitsgeschichte. Der nächste Vortrag, „Und ewig lockt das Weib – Frauendarstellungen der Altsteinzeit“, wird von Dr. Sibylle Wolff aus Tübingen gestaltet.

Weibliche Figuren aus der Altsteinzeit faszinieren seit ihrer Auffindung die Betrachter. Die älteste bekannte Frauenfigur ist rund 40.000 Jahre alt und die jüngsten Figurinen datieren um 15.000 Jahre vor unserer Zeit. Solche kleinen Figuren wurden beispielsweise aus Fundstellen der französischen Pyrenäen, in Zentraleuropa und Russland sowie in Sibirien ausgegraben. Die Deutung dieser Frauendarstellungen reicht von Sexsymbol und Pin-Up bis hin zu der Interpretation, dass Göttinnen abgebildet wurden.

In dem Vortrag werden verschiedene Frauenfiguren detailliert dargestellt, der archäologische Kontext präsentiert und es wird auf die verschiedenen Interpretationen eingegangen. Ein Schwerpunkt liegt auf den naturalistisch geschnitzten, zumeist üppigen Frauendarstellungen aus der Kultur des Gravettien, die zwischen 30.000 und 20.000 Jahren vor heute in ganz Europa vertreten war.

Donnerstag, 16. Februar, 18 Uhr, Harburger Rathausplatz 5, Eintritt 4 Euro, Anmeldung unter Telefon 040/42871-2497